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Gegen die vier ehrenamtlichen Bürgermeister-Stellvertreter von Niederstetten (Main-Tauber-Kreis) ist Anzeige erstattet worden. Ihnen wird Nötigung in besonders schwerem Fall vorgeworfen. Darüber haben sie am Mittwochabend im Gemeinderat informiert. Die vier Stellvertreter hatten im April das Türschloss im Rathaus von Niederstetten austauschen lassen. Damit wollten sie Bürgermeisterin Heike Naber nach monatelanger Abwesenheit den Zugang verweigern und begründeten dies unter anderem mit Verdunklungsgefahr. Vorausgegangenen waren staatsanwaltschaftliche Ermittlungen und mehrere Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die Stadtchefin. Nach der Türschloss-Aktion hatte das Landratsamt die Bürgermeisterin vorläufig des Dienstes enthoben. Wer die Stellvertreter angezeigt hat, ist noch nicht bekannt. Der Gemeinderat hat einstimmig entschieden, dass die vier trotz der Anzeige ihr Amt weiter ausüben sollen.

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