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Amateurmusiker und Chöre in Heilbronn-Franken kritisieren die Corona-Hilfen des Bundes für die Amateurmusik als unzureichend. Der Bund hatte Anfang Februar das Förderprogramm Kultur mit einer weiteren Milliarde Euro verlängert. Davon bekommt die Amateurmusik 0,09 Prozent.

900.000 Euro stellt der Bund für die Amateurmusik mit dem Förderprogramm "Neustart Kultur" an Hilfen bereit. Dies sei viel zu wenig, kritisiert Hans-Martin Sauter aus Neuenstadt am Kocher (Kreis Heilbronn), der die Pop- und Gospelchöre der evangelischen Landeskirche in Baden-Württemberg betreut:

"Wenn man die Vielzahl der Chöre anschaut und die Größe dieser Summe dagegen rechnet, dann ist das ein Tropfen auf den heißen Stein. Zudem muss man unterscheiden, es gibt Chöre, die können dort Anträge stellen - aber es gibt auch eine Vielzahl von Chören, zum Beispiel im kirchlichen Bereich, die gar keine Chance haben, einen Antrag zu stellen."

Hans-Martin Sauter, Pop- und Gospelchöre der evangelischen Landeskirche

Finanzielle Hilfen von staatlicher Seite flossen bisher kaum, so Sauter. Viele Gesangsvereine und Chöre finanzieren ihren Chorleiter oder ihre Chorleiterin selbst durch Mitgliedsbeiträge und Einnahmen von Konzerten. Die Sängerinnen und Sänger hätten schon alle Augen zugedrückt und weiter gezahlt, auch wenn keine Proben stattfinden konnten und Konzerteinnahmen fehlen.

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