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Die Dampferzeuger im Atomkraftwerk Neckarwestheim sollen ausgetauscht werden. Einen entsprechenden Antrag haben der BUND Baden-Württemberg, der Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar (BBMN) und die Anti-Atom Organisation "ausgestrahlt" am Freitag beim Umweltministerium gestellt.

Seit Jahren schon gibt es die Diskussion um die Risse in mehr als 300 Rohren der Dampferzeuger des Atomkraftwerks Neckarwestheim (Kreis Heilbronn). Diese Risse werden zwar bei den jährlichen Revisionen immer wieder repariert - doch Umweltorganisationen warnen vor der sogenannten Spannungsriss-Korrosion. Die Risse in den Rohren seien unvorhersehbar und könnten schnell wachsen.

Antragsteller befürchten Störfall

Die Befürchtung: Bei einem Defekt könnten die Rohre platzen, der Reaktor würde nicht mehr gekühlt und es könnte zu einer Kernschmelze kommen. Durch Korrosion seien die Rohre von zwei der insgesamt vier Damferzeuger so schwer geschädigt, dass man sie austauschen müsse, so die Anttragsteller.

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Atomaufsicht sieht keinen Handlungsbedarf

Atomaufsicht und Umweltministerium beurteilen die Lage anhand von Gutachten anders. Neckarwestheim II soll gemäß Atomkonsens bis Ende 2022 am Netz bleiben.

In ihrem Antrag fordern die Umweltorganisationen die sofortige Abschaltung oder den Austausch von zwei Dampferzeugern. Das könnte bis zu 150 Millionen Euro kosten. Am Freitag hat in Neckarwestheim II eine vierwöchige Revision begonnen.

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