Innenhof mit Pflanzen, Spielgeräten und Sitzmöglichkeiten im Schatten (Foto: SWR, Jens Nising)

Zukunft des Bundesgartenschaugeländes in Heilbronn In zehn Jahren zum fertigen BUGA-Stadtviertel

Auf dem Heilbronner Bundesgartenschaugelände soll in den kommenden zehn Jahren ein ökologisches Stadtviertel für 3.500 Bewohner entstehen. Am Dienstagabend hat die Stadt Einzelheiten mitgeteilt.

Ein zukunftsfähiges Viertel soll es werden und – Wohnen, Arbeiten und Erholung an einem Ort. Ein Qualitätswettbewerb entscheidet, welche Projekte den Zuschlag bekommen, so der Plan. Einheitsbauten von Großkonzernen sollten es nicht werden, heißt es. Baugruppen, also künftige Bewohner die sich das neue Eigenheim nach ihren Wünschen errichten, seien ausdrücklich erwünscht.

Grünflächen werden bald wieder freigegeben

3.500 Einwohnern sollen hier Platz finden, 1.000 Arbeitsplätzen und viel Natur soll es geben. Auch eine Schule ist vorgesehen. Zwei Drittel des Geländes bleibt Erholungsraum. Derzeit ist der Großteil des Areals abgesperrt. Von November an will die Stadt den Floßhafen, den kleinen See, wieder freigeben. Im kommenden Jahr dann soll der Teil auf dem Gelände der ehemaligen BUGA wieder begehbar sein, was als Grünfläche erhalten bleibt.

Die Pflanzenpracht bei der Experimenta, der so genannte Stadtdschungel, soll erhalten bleiben. Die Straße wird auch nicht wieder für Autos freigegeben, sondern nur für Fußgänger und Radfahrer. Die Pflege bis zur Eisenbahnbrücke übernimmt die Experimenta, von der Brücke bis zum Wohngebiet Neckarbogen ist sie Aufgabe der Stadt, heißt es.

"Wohnen der Zukunft" während der BUGA

Derzeit leben rund 550 Menschen in den neuen Häusern, die während der Bundesgartenschau "Wohnen der Zukunft" zeigen sollten. Das Holzhochhaus, dessen Fassade sich im Sommer nicht aufheizt, die Vertikalbegrünung an den Außenwänden, die für ein angenehmes Klima in der Umgebung sorgt, begrünte Dächer als Maßnahme gegen die Versiegelung der Flächen. Die Innenhöfe sollen von den Bewohnern als gemeinsame Wohlfühloasen genutzt werden.

Die BUGA ist nach 173 Tagen Anfang Oktober zu Ende gegangen. Gut 2,3 Millionen Besucher verzeichneten die Macher.

STAND