Eine Baustelle eines Tunnels (Foto: SWR, Rosi Düll)

Bahnstrecke länger gesperrt als geplant Tunnelneubau bei Wittighausen verzögert sich

Die seit Januar gesperrte Bahnstrecke zwischen dem bayerischen Kirchheim und Lauda wird vermutlich deutlich länger dauern. Grund sind Verzögerungen Tunnelneubau in Wittighausen.

Wer derzeit mit der Bahn zwischen Würzburg und Lauda (Main-Tauber-Kreis) unterwegs ist, der muss auf den Schienenersatzverkehr umsteigen - und das wohl deutlich länger als geplant. Seit Januar wird der Bahntunnel bei Wittighausen (Main-Tauber-Kreis) neu gebaut, für 20 Millionen Euro.

"Die genaue Prüfung läuft, weil wir eben noch Daten sammeln müssen, auch gucken müssen wie sich die Baustelle jetzt weiterentwickelt."

Elisabeth Obiero, Projektleiterin

Zeitplan kann nicht eingehalten werden

Ein Riesenprojekt, eine Mega-Baustelle, die eigentlich bis Mitte August soweit fertig sein sollte, dass die Züge wieder fahren können. Doch dieser Zeitplan kann nicht ganz eingehalten werden. Das wurde am Donnerstag bei einem Pressegespräch auf der Baustelle in Wittighausen bekannt.

Dauer

Verzögerung bis in September

Von vornherein sei es ein sehr ambitionierter Zeitplan gewesen, sagt DB-Projektleiterin Elisabeth Obiero und mitte August werden noch keine Züge durch den Tunnel fahren können: "Wir werden es mit einer Verzögerung zu tun haben bis Anfang, Mitte September. Die genaue Prüfung läuft, weil wir eben noch Daten sammeln müssen, auch gucken müssen wie sich die Baustelle jetzt weiterentwickelt."

Man hoffe, den einen oder anderen Tag noch aufzuholen, so Obiero. Aber die Abläufe seien sehr genau getaktet und man prüfe, inwieweit die Totalsperrung verlängert werden müsse.

Schienenersatzverkehr länger nutzen

Das heißt, länger als geplant werden Bahnfahrer auf den Schienenersatzverkehr ausweichen müssen, der läuft nach kleinen anfänglichen Problemen nahezu reibungslos, heißt es von allen Seiten. Die Projektleiterin hofft auf Verständnis. Das 20-Millionen-Euro-Projekt sei eine Herausforderung.

"Der alte Tunnel war 150 Jahre alt und ein Nadelöhr auf der Strecke zwischen Würzburg und Lauda. Nur mit Müh und Not kamen darin zwei Züge aneinander vorbei. Das wird sich jetzt ändern, denn der Gleisabstand wird jetzt um etwa einen halben Meter vergrößert."

Elisabeth Obiero, Deutsche Bahn

Schallschutz sei Dank

Noch sind die Bauarbeiter am Werk, mit riesigen Maschinen und dennoch ist vom Baulärm selbst nicht viel zu hören. Dank einer innovativen, höchst natürlichen Schallschutzwand - aus Strohballen.

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