Cyber-Kriminelle bei der Arbeit (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Hoher Schaden Cyber-Angriff legte Wertheimer Firma lahm

Nach einem Cyber-Angriff auf das Wertheimer Unternehmen Lutz Pumpen (Main-Tauber-Kreis) hat die Staatsanwaltschaft Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis) Ermittlungen aufgenommen.

Bei der am Donnerstag bekanntgewordenen Attacke auf die Rechnernetzwerke des Unternehmens Anfang des Jahres sei ein Schaden im sechsstelligen Bereich entstanden, bestätigte Finanz- und IT-Chef Alfred Hofmann dem SWR.

Teile der Firma wurden für mehrere Tage lahmgelegt, sämtliche Daten waren verschlüsselt, niemand hatte mehr Zugriff auf das Firmennetzwerk. Das Unternehmen zahlte den Erpressern Lösegeld.

Täter unbekannt

Wer hinter dem Angriff steckt und wie die Erpresser die Schadsoftware einschleusen konnten, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft Mosbach ermittelt gegen Unbekannt. Auch die Cybercrime-Einheit des Landeskriminalamtes ist mit dem Fall beschäftigt.

Die Firma jedenfalls hat ihre Lehren daraus gezogen. Wie der Finanz- und IT-Chef Hofman erklärte, das Unternehmen habe sich inzwischen professionell beraten lassen und die IT-Sicherheit erhöht.

IT-Kriminalität in Baden-Württemberg nimmt zu

Angriffe durch Cyber-Kriminelle nehmen in Baden-Württemberg seit Jahren zu. 2017 gab es 300 dokumentierte Fälle, allerdings soll die Dunkelziffer Behörden zufolge hoch sein. Der jüngste bekannte Fall traf Ende März das Staatstheater Stuttgart.

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