Virus ist tödlich für Schweine und hoch ansteckend Übung zu Afrikanischer Schweinepest in Heilbronn

Noch sind keine Infektionen mit dem Virus in Deutschland bekannt. Die Übung am Montagvormittag in Heilbronn war eine reine Vorsichtsmaßnahme. Alle beteiligten Behörden und Einrichtungen sollten den richtigen Umgang für den Ernstfall lernen.

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Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Das Szenario am Entsorgungszentrum Heilbronn ging davon aus, dass ein totes Wildschwein im Wald liegt und Anzeichen auf Afrikanische Schweinepest zeigt. Aufgabe der Übenden war es, das verendete Tier zu bergen und zur städtischen Verwahrstelle zu transportieren. Dort galt es, alle Bergematerialien zu reinigen und zu desinfizieren.

Infiziertes Tier nahe deutscher Grenze gefunden

Für Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch (CDU) war es eine Übung mit ernstem Hintergrund. Denn am Freitag habe man gerade mal 80 Kilometer von der deutschen Grenze in Polen ein verendetes, infiziertes Tier gefunden, erklärte sie am Montag in Heilbronn.

"Wir hoffen, diese Übung war nicht wegen des Ereignisses am Freitag geplant. Sie ist generell dazu geeignet, dass wir lernen mit so etwas umzugehen."

Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin
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Mehrere Behörden und Einrichtungen beteiligt

An der Übung waren mehrere Heilbronner Behörden, aber auch überregionale Einrichtungen beteiligt. Unter anderem haben das Heilbronner Ordnungsamt, die Feuerwehr, die Jagdbehörde, Betriebsamt, Entsorgungsbetriebe, und die Task Force Tierseuchen Baden-Württemberg an der Übung teilgenommen.

Bisher nur eine Vorsichtsmaßnahme

Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sind in Deutschland bisher keine Fälle der Afrikanischen Schweinepest bekannt. Für Schweine ist die Viruserkrankung tödlich, auf den Menschen wird sie nicht übertragen.

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