Urteil im Prozess um Kaufland-Brand in Neckarsulm (Foto: SWR)

Prozess am Heilbronner Landgericht Urteil nach Kaufland-Brandstiftung: Angeklagter muss in Haft

Das Heilbronner Landgericht hat einen Mann wegen versuchten Mordes und Brandstiftung zu einer Haftstrafe verurteilt. Er hatte im und am Kaufland Neckarsulm (Kreis Heilbronn) Feuer gelegt.

Sieben Jahre und sechs Monate Haft - so lautete das Urteil gegen den Mann am Donnerstag vor dem Landgericht Heilbronn. Nach einem Jahr und neun Monaten muss er einen Entzug machen.

Dauer

Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Haft gefordert, sie stufte den Anschlag im Kaufland in Neckarsulm als versuchten Mord und das Feuer im Außenbereich als Brandstiftung ein. Das Gericht blieb somit nur knapp unter dem geforderten Strafmaß der Anklage. Die Verteidigung plädierte dagegen auf Brandstiftung.

Angeklagter hatte bereits gestanden

Der alkohol- und drogenabhängige Mann hatte bereits gestanden, im Dezember vergangenen Jahres im Neckarsulmer Kaufland erst Kleidungsstücke und später im Außenbereich Transportpaletten angezündet zu haben. Der erste Brand wurde von Kunden schnell entdeckt, so dass niemand verletzt wurde. Der Schaden betrug insgesamt rund 50.000 Euro.

Bereits vorbestraft

Eine Erklärung für sein Handeln hat der Mann bis heute nach eigener Aussage nicht. An die genaue Tat konnte er sich nicht mehr erinnern. Vor Gericht hatte er sich eine Therapie gewünscht, einen Entzug ordnete das Gericht dann auch an.

Gefängnis ist für den 51-Jährigen keine neue Erfahrung. Er saß bereits über zehn Jahre wegen verschiedener Delikte ein.

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