Ortsschild von Gerlachsheim (Foto: SWR, Rosi Duell)

Umstrittene Bodenverbesserungsanlage in Lauda-Königshofen Gerlachsheimer reichen Petition ein

Die Diskussion um die geplante Bodenverbesserungsanlage in Lauda-Königshofen-Gerlachsheim geht weiter. Besorgte Bürger haben jetzt eine Petition eingereicht.

Der baden-württembergischen Landtag soll prüfen, ob die Genehmigung für den Bau der Anlage rechtens ist. Die Bürger befürchten, eine enorme Gefährdung oder Einschränkung der Lebensqualität und eine zusätzliche Belastung durch Schwerlastverkehr.

Stadtverwaltung für Anlage

Trotz heftiger Bürgerproteste steht die Stadt Lauda-Köngishofen (Main-Tauber-Kreis) weiter hinter der geplanten Bodenverbesserungsanlage im Teilort Gerlachsheim. Ein Bauunternehmen hatte im Juni vom Landratsamt die Genehmigung dafür erhalten.

Die Genehmigung gilt für eine Anlage mit 100.000 Tonnen Bodenmaterial und 50.000 Tonnen Schüttgüter. Die Anlage besteht aus einer Halle, in der Aushub-Abfälle und Schüttgüter gelagert, umgeschlagen und behandelt werden, um sie wieder als Baustoffe zu verwenden. Damit hat sich die Gesamtmenge entgegen der Ankündigung vor drei Jahren verdreifacht.

BI gegründet

Eine Bürgerinitiative (BI) will den Bau verhindern, weil sie unter anderem eine erhebliche Belastung durch Schwerstlastverkehr befürchtet. Teile des Gemeinderats forderten Aufklärung.


"Diese Erhöhung von 50 auf 100 und dann von 100 auf 155.000 Tonnen, diese Erhöhung ist uns sozusagen durchgerutscht. Wir haben das auch mit der Firma Konrad Bau sehr offen diskutiert heute Nachmittag. "

Bürgermeister Thomas Maertens

Man sei nicht glücklich über diese Entwicklung, so Maertens weiter. Er gehe aber davon aus, dass, solange die versprochene Anzahl der Lkw-Fahrten eingehalten würden, es für die Bevölkerung letztendlich keine zusätzlich Belastung gebe.

Keine giftigen Stoffe

Der Bauunternehmer hat fehlende Kommunikation eingeräumt.

"Der Fluch der ersten Zahl war 2015 in der ersten Versammlung. Es gibt inzwischen einfach neue Vorschriften und das haben wir auch mit der Verwaltung diskutiert, deshalb sind wir sehr schnell bei den 100.000 gewesen und haben die 50.000 Tonnen Schüttgüter dazu genommen, um auslastungsmäßig die Fahrzeuge immer voll fahren zu haben. Es werden überhaupt keine giftigen Stoffe dort angenommen und behandelt."

Eberhard Köhler von Konrad Bau
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