Die Bürger formieren sich - nun gibt es einen Runden Tisch (Foto: SWR)

Umstrittene Bodenverbesserungsanlage in Lauda-Königshofen Gerlachsheimer gehen auf die Barrikaden

In Lauda-Königshofen-Gerlachsheim haben rund 300 Menschen ihrem Ärger um eine geplante Bodenverbesserungsanlage bei einer Demo Luft gemacht. Nun gibt es einen Runden Tisch.

In einem Streit um eine geplante Abfallaufbereitungsanlage für Baumaterialien in Lauda-Königshofen-Gerlachsheim (Main-Tauber-Kreis) kommt Bewegung: Am Montagabend hat der Gemeinderat einem Runden Tisch zugestimmt.

300 Bürger protestieren

Hintergrund des Protests ist die Umschlagsmenge, die sich entgegen ersten Planungen verdreifachen würde. Dagegen hatten mehr als 300 Bürger protestiert. Sie befürchten durch die Anlage deutlich mehr Lastwagenverkehr.

Dauer

"Es ist für Gerlachsheim eine Katastrophe, mit dem Dreck, dem Lärm, dem Verkehr an den Engstellen."

Teilnehmer der Demonstration in Gerlachsheim

Übergangen und verschaukelt

Man fühle sich übergangen und verschaukelt, so einige Bürger bei der Demonstration. Einige spekulieren, ob es nicht mit rechten Dingen zugegangen sei, bei der Vergabe.

Jetzt soll ein Runder Tisch die Wogen glätten, zur Versachlichung beitragen und Alternativstandorte aufzeigen. Daran sollen Vertreter der Stadt, des Gemeinderats, der Bürgerinitiative und des Bauunternehmens teilnehmen. Bereits Mitte Oktober ist das erste Treffen geplant.

Schüttgüter lagern, umgeschlagen und behandeln

Die Abfallaufbereitungsanlage soll dazu dienen, Bodenaushub aufzubereiten und wieder in den Kreislauf zurückzuführen. Die Genehmigung gilt für eine Anlage mit 100.000 Tonnen Bodenmaterial und 50.000 Tonnen Schüttgüter. Die Anlage besteht aus einer Halle, in der Aushub-Abfälle und Schüttgüter gelagert, umgeschlagen und behandelt werden, um sie wieder als Baustoffe zu verwenden

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