Toter Junge in Künzelsau Psychiater soll Beschuldigte begutachten

Im Ermittlungsverfahren gegen eine Frau aus Künzelsau wegen Totschlags an einem Siebenjährigen hat die Staatsanwaltschaft einen psychiatrischen Gutachter beauftragt.

Auf Anraten ihrer Anwältin schweigt die Frau zu den Vorwürfen. Deshalb muss die Ermittlungsgruppe des Kriminalkommissariats in Künzelsau (Hohenlohekreis) anhand von Zeugenaussagen und der Spurenlage am Tatort versuchen, zu rekonstruieren, was in der Nacht vom 27. auf 28. April im Wohnhaus der Beschuldigten geschehen sein könnte.

In dem Haus wurde am nächsten Morgen ein siebenjähriger Junge tot aufgefunden, auf den die Frau aufgepasst hatte.

Ein Haus in Künzelsau, in dem möglicherweise ein sieben Jahre alter Junge umgebracht wurde. (Foto: SWR)
In diesem Haus in Künzelsau soll der Junge gefunden worden sein.

Beschuldigte galt als unbescholtene Bürgerin

Für die Staatsanwaltschaft ist es auch wichtig, mehr über die Persönlichkeit und die Lebensumstände der Frau in Erfahrung zu bringen. Sie galt in Künzelsau als unbescholtene Bürgerin. Da passt eine solche Gewalttat nur schwer ins Bild.

Wie also konnte es mutmaßlich dazu kommen, wäre sie überhaupt dazu fähig? Um solche Fragen zu beantworten, hat die Staatsanwaltschaft einen psychiatrischen Gutachter aus dem Klinikum am Weissenhof in Weinsberg (Kreis Heilbronn) beauftragt.

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