Schlachthof Tauberbischofsheim mit Laster davor (Foto: SWR, Anno Palumbo)

Nach Tierschutz-Skandal in Tauberbischofsheim Gekündigte Schlachthof-Mitarbeiter bekommen Lohn

Nach der Schließung des Schlachthofs von Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis) im September sind jetzt mehrere Prozesse vor dem Arbeitsgericht Heilbronn beendet worden.

Wie ein Gerichtssprecher auf SWR-Anfrage erklärte, haben sich die bisherigen Betreiber und die gekündigten Mitarbeiter auf eine Lohnzahlung bis Ende des Jahres geeinigt.

Betrieb vollständig eingestellt

Der Tauberbischofsheimer Schlachthof hatte im September nach Ermittlungen wegen Verstoßes gegen Tierschutzgesetze den Betrieb vollständig eingestellt und alle Mitarbeiter entlassen.

Der örtliche Betreiber Hynek hatte damals im Internet mitgeteilt, dass er die Produktion nicht fortführen will. Ein wichtiger Faktor sei - so wörtlich - das zunehmend schwieriger werdende Marktumfeld.

Noch keine Anklagen

Die Staatsanwaltschaft Mosbach hat in dem Schlachthof-Fall noch keine Anklagen erhoben. Ermittelt wurde gegen 25 Personen, hauptsächlich Mitarbeiter und Verantwortliche des Schlachthofs, aber auch gegen drei Amtstierärzte, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf SWR-Anfrage. Diese Ermittlungen sind mittlerweile abgeschlossen, die Ergebnisse werden geprüft.

Soko Tierschutz veröffentlichte Videos

Im August hatte der Main-Tauber-Kreis dem Schlachthof eine Betriebserlaubnis unter Auflagen erteilt. Im Februar hatte die Soko Tierschutz Videos veröffentlicht, auf denen zu sehen war, wie Tiere beim Schlachtvorgang gequält wurden. Die Behörden hatten den Betrieb daraufhin geschlossen.

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