SWS in Bad Friedrichshall im Bürgerdialog Einlagerung von Abfall im Fokus

Die Südwestdeutschen Salzwerke wollen ab dem Jahr 2023 die leeren Stollen unter den Heilbronner Stadtteilen Biberach und Kirchhausen mit Abfällen auffüllen. Am Wochenende gab es eine Bürgerinfo.

Dauer

Das Thema weckt Emotionen: Die Südwestdeutschen Salzwerke (SWS) planen, in den Stollen unter den Heilbronner Stadtteilen Biberach und Kirchhausen Abfälle einzulagern.

Rund 140 Fragen

Am Samstag haben die Salzwerke die Öffentlichkeit bei einem Bürgerdialog informiert und Fragen gesammelt. Die rund 140 Fragen, die gestellt wurden, sollen bis Ende November auf der Homepage salzwerke-dialog beantwortet werden.

Vor allem wurde bei den ersten Gesprächen schnell deutlich, dass das Thema "Verfüllen" - oder "Versatz", wie Experten sagen - den Heilbronnern Sorgen bereitet. Nun stehen Fragen im Raum wie: Was passiert, wenn Grundwasser an die Abfälle gelangt? Oder wie wird das Versatz-Material hierher transportiert?

"Wir sind keine Salzstadt mehr, wir sind eine Dreckeinlagerungsstadt geworden."

Besucher, SWS-Bürgerdialog

Wo ist mehr Transparenz nötig?

Seit gut 30 Jahren verfüllen die SWS schon ihre Stollen. In Bad Friedrichshall kam es in Folge dessen zu Querelen rund um leicht radioaktive Abfälle. Diese sollen nun grundsätzlich nicht mehr eingelagert werden.

Mit der freiwilligen Bürgerinfo wollen die Salzwerke erfahren, wo der Schuh in der Bevölkerung in Sachen Einlagerung grundsätzlich drückt und wo mehr Transparenz geschaffen werden muss.

Asche und Schlacke

Eingelagert und verfüllt werden sollen zum Beispiel Asche aus Müllverbrennungsanlagen oder Schlacke aus Gießereien. Das Material kommt in Bad Friedrichshall an und soll dann unterirdisch nach Heilbronn befördert werden

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