hände halten einen toten Döbel in die Kamera (Foto: SWR)

Nach Öko-Katastrophe bei Mühlenbrand in Kirchberg Jagst-Wiederbelebung kostet weitere Millionen

Über drei Jahre nach dem Jagstunglück ist laut Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) für die Wiederbelebung des Flusses noch einmal eine zweistellige Millionensumme nötig.

Am Dienstag hat der Umweltminister im Kabinett über die Konsequenzen der Jagst-Katastrophe bei Kirchberg (Kreis Schwäbisch Hall) vor drei Jahren gesprochen. Demnach ist noch einmal eine zweistellige Millionensumme nötig, um den Fluss wieder in einen gesunden Zustand zu versetzen.

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18:00 Uhr
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SWR Fernsehen BW

Rund 60 Maßnahmen nach Jagst-Unglück

Vom Land seien bereits gut drei Millionen Euro über das Aktionsprogramm Jagst ausgegeben worden. Bisher sind rund 60 Maßnahmen abgeschlossen. Konkret wurden Wehre abgebaut, Wanderhindernisse für Fische beseitigt, Altarme freigebaggert und Kiesinseln aufgeschüttet.

Mitglieder des Fischereivereins Künzelsau holen Fische aus der Jagst (Archivbild) (Foto: picture-alliance / dpa, Wolfram Kast)
Mitglieder des Fischereivereins Künzelsau holen Fische aus der Jagst (Archivbild) Wolfram Kast

Aktionsprogramm 2016 gestartet

Ein Jagst-Aktions-Programm war Anfang 2016 gestartet, um die Folgen des Düngemittelunfalls im Jahr davor zu mildern und langfristig die Ökologie an der Jagst zu verbessern. Tatsächlich gehe es mit dem Zustand des Flusses allmählich aufwärts, heißt es. Einzelne Fischarten seien bereits zurückgekehrt.

Es sei allerdings noch ein Vielfaches der Maßnahmen nötig, um das Ökosystem Jagst als wiederhergestellt bezeichnen zu können, so der Umweltminister am Dienstag.

ein bagger, drei männer an einem flussufer (Foto: SWR)
An der Jagst wurde nach der Öko-Katastrophe viel getan. Hier wurden Fischtreppen gebaut (Archivbild)

Im Sommer 2015 war nach einem Mühlenbrand in Kirchberg-Lobenhausen mit dem Löschwasser Düngemittel in die Jagst gespült worden. Es kam zu einem massenhaften Fischsterben.

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