Der ICE in Heilbronn zur BUGA  (Foto: SWR)

Nach BUGA vom Fernverkehr wieder abgehängt Bund erteilt ICE-Halt in Heilbronn eine Absage

In Heilbronn soll es nach der Bundesgartenschau (BUGA) keinen regulären ICE-Halt geben. Nach Angaben des Bundestagsabgeordneten Michael Link (FDP) hat das Bundesverkehrsministerium dem Wunsch eine Absage erteilt.

Der Heilbronner FDP-Bundestagsabgeordnete Link bestätigte dem SWR am Donnerstag, dass er eine Anfrage an das Bundesverkehrsministerium gestellt und darauf jetzt folgende Antworten erhalten habe: Bei der Verbindung Stuttgart - Berlin könnten neben Würzburg keine weiteren Zwischenhalte realisiert werden.

Außerdem wären mehr Reisende von Umleitungen über Heilbronn negativ betroffen, als Nutzer in Heilbronn davon profitieren würden. Zuerst hatte die "Heilbronner Stimme" über die Anfrage berichtet.

2028 Heilbronner Intercity-Anschluss geplant

Regulär geplant ist dagegen ein Intercity-Anschluss Heilbronns von 2028 an. Doch das Bundesverkehrsministerium schränkt ein: Daran müsste sich das Land finanziell beteiligen.

Aus für Verlängerung

Auch für eine Verlängerung des ICE-Halts nach der BUGA im kommenden Jahr sieht Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) keine Chance mehr. Er hatte sich erhofft, dass wegen der Bauarbeiten 2020 auf der Strecke Stuttgart-Berlin der ICE, der dann sowieso über Heilbronn fährt, am Hauptbahnhof hält. Doch nach der Absage des Bundes müsse man realistisch sein und jetzt wieder andere Projekte angehen. Auch die Deutsche Bahn hat jetzt dem Wunsch des OB eine Absage erteilt. Man könne keine Zwischenhalte in dieser Zeit realisieren, heiß es.

Nun setzt die Stadt Heilbronn vor allem auf den Fahrplanwechsel im Dezember, bei dem der zweistündige Takt nach Würzburg auf einen einstündigen Takt verkürzt und neues Wagenmaterial auf allen Nahverkehrsstrecken versprochen wird.

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