Eine Frau auf einem Pferd beim Martinsumzug (Foto: picture-alliance / dpa, SWR)

Stadt Eppingen spricht Verbot aus Keine Pferde mehr bei Martinsumzügen

Bei den Martinsumzügen in Eppingen (Kreis Heilbronn) sind keine Pferde mehr erlaubt. Nach einem Unfall mit einem Reiter hat die Stadt jetzt reagiert und die Veranstalter über die entsprechende Auflage informiert.

Bei den Umzügen von Kindergärten oder Schulen stellen Reiter oftmals Sankt Martin auf einem Pferd dar. Nach Angaben der Stadt war am Dienstag im Eppinger Stadtteil Adelshofen ein Martinsreiter vom Pferd gefallen, weil das Tier scheute. Der Mann zog sich eine Platzwunde und eine Gehirnerschütterung zu. Über das Pferde-Verbot in Eppingen hatte zunächst die Heilbronner Stimme berichtet.

"Der Schutz der Kinder und der Teilnehmer beim Martinsumzug ist uns natürlich ein ganz dringendes Anliegen."

Sönke Brenner, Pressesprecher Stadt Eppingen

Hexenkessel-Fall sorgte für viel Wirbel

Möglicherweise ist die Stadt Eppingen besonders sensibilisiert für mögliche Gefahren. So wird der Faschings-Nachtumzug in Eppingen nächstes Jahr ausfallen. Beim letzten Umzug war eine Besucherin im kochenden Wasser eines Hexenkessels schwer verbrüht worden. Sie wurde mehrere Wochen im Krankenhaus behandelt. Der Fall hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht.

Prozess im Dezember

Anfang Dezember steht ein mutmaßlicher Täter vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fahrlässige Körperverletzung vor. Das kann mit bis zu drei Jahren Haft oder einer Geldstrafe bestraft werden. Erst nach Abschluss dieses Verfahrens wird die Stadt Eppingen weiter über die Zukunft des beliebten Umzugs entscheiden.

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