Vergitterte Fenster der JVA Heilbronn (Foto: SWR)

Nach Knastschmuggel-Skandal in Heilbronn Kein Ermittlungsverfahren gegen Ex-Gefängnisleiter

In der so genannten Knastschmuggel-Affäre in Heilbronn wird es gegen den ehemaligen Leiter der Justizvollzugsanstalt kein Ermittlungsverfahren geben. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Es hätten sich "keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für ein strafbares Fehlverhalten der Anstaltsleitung ergeben", so die Staatsanwaltschaft Heilbronn in einer Mitteilung. Demnach habe der Leiter keinerlei Kenntnisse von den Vorgängen gehabt. Auch in den Verhandlungen gegen Bedienstete des Gefängnisses hätten sich keine Hinweise oder Belege dafür herausgestellt.

Dach der JVA in Heilbronn (Foto: SWR)
Der ehemalige Leiter der JVA in Heilbronn muss kein Ermittlungsverfahren fürchten (Archivbild)

Mitarbeiter schmuggelte Drogen und Handys

Haupttäter in der Schmuggelaffäre in der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Heilbronn war ein Mitarbeiter des Gefängnisses. Er hatte gestanden, Drogen und Handys eingeschmuggelt zu haben. Er wurde Anfang März zu drei Jahren Haft verurteilt. Im Zuge der Affäre musste auch der Leiter des Gefängnisses im Oktober 2018 seinen Posten räumen. Weitere Bedienstete müssen sich noch vor Gericht verantworten.

Auch gegen weitere Beteiligte wurden bereits Haftstrafen zwischen fünf Jahren und drei Monaten und acht Jahren und neun Monaten verhängt. Für den Schmuggel hatten sie laut Gericht auch den bereits verurteilten JVA-Mitarbeiter bestochen.

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