Heilbronner Landgericht verurteilt Beteiligte Lange Haftstrafen im JVA-Schmuggelprozess

Das Landgericht Heilbronn hat am Donnerstagmittag fünf weitere Beteiligte in der Schmuggelaffäre im Heilbronner Gefängnis zu langen Haftstrafen verurteilt. Sie hatten einen Beamten der Justizvollzugsanstalt (JVA) bestochen.

Zwischen fünf Jahren und drei Monaten und acht Jahren und neun Monaten Haft - so lautet das Urteil für die fünf Beschuldigten. Sie hatten Straftaten begangen, die im Zusammenhang mit der Schmuggelaffäre in der JVA-Heilbronn bekommen. Die Staatsanwaltschaft hatte zwischen sieben und zehn Jahren Haft gefordert, die Verteidigung plädierte auf geringere Strafen, in einem Fall sogar auf einen Freispruch.

Das Gericht sah bei den vier Männern und einer Frau eine Bande, die Handys und Drogen ins Gefängnis geschmuggelt hat. Für den Schmuggel haben die laut Gericht suchtkranken Täter auch einen JVA-Mitarbeiter bestochen, der bereits Anfang des Monats verurteilt wurde.

Lange Liste an Taten

Anfangs hatten die Angeklagten versucht, Schmerzmittel mit Würfen über die Gefängnismauer zu erhalten. Diese Versuche sollen aber meist ohne Erfolg geblieben sein. Deshalb waren zwei der Beschuldigten dazu übergegangen den Justizvollzugsbediensteten zu bestechen, damit er die Schmuggelware ins Heilbronner Gefängnis bringt. Über diesen Weg erhielten die Gefangenen unter anderem Mobiltelefone und Betäubungsmittel.

Große personelle Konsequenzen

Der JVA-Mitarbeiter hatte den Schmuggel gestanden und wurde Anfang März zu drei Jahren Haft verurteilt. Im Zuge der Affäre musste auch der Leiter des Gefängnisses im Oktober 2018 seinen Posten räumen. Sein Nachfolger, Andreas Vesenmaier, übernahm am 25. März die Leitung.

STAND