Generationenwechsel in Betrieben im Main-Tauber-Kreis Sparkasse sorgt sich um Unternehmensnachfolge

Die Sparkasse Tauberfranken macht sich Gedanken darum, dass immer mehr Betriebe keinen Nachfolger finden. Beim Bilanzpressegespräch in Tauberbischofsheim gab es auch positive Nachrichten vom Finanzinstitut.

Die Sparkasse zieht Bilanz (Symbolbild) (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Die Sparkasse Tauberfranken zieht Bilanz (Symbolbild) Picture Alliance

Die Sparkasse Tauberfranken hat das Geschäftsjahr nach eigenen Angaben "gut und solide" abgeschlossen. Das Geldinstitut mit mehr als 500 Mitarbeitern hat bei einem Bilanzpressegespräch Einzelheiten genannt. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen, wie beispielsweise dem niedrigen Zinsniveau, zieht der Vorstandsvorsitzende Peter Vogel eine positive Bilanz.

"Wir haben sehr hohe Wachstumsraten sowohl bei unseren Einlagen von Kunden als auch im Kreditgeschäft über sechs Prozent. Das sind sehr gute Werte. Die Bilanzsumme ist etwa von 2,7 auf 2,8 Milliarden gewachsen und das ist sehr solide, da sind wir stolz drauf."

Peter Vogel, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Tauberfranken
Der Vorstand der Sparkasse Tauberfranken bei der Pressekonferenz (Foto: SWR)
Der Vorstand der Sparkasse Tauberfranken bei der Pressekonferenz

Mehr und mehr Betriebe suchen Nachfolger

Was die Sparkasse umtreibt, ist der Wandel in der Unternehmensnachfolge. Kontinuierlich steigt die Zahl derer, die ihren Betrieb abgeben wollen. Gleichzeitig geht die Bereitschaft ein Unternehmen weiterzuführen zurück.

Allein im Main-Tauber-Kreis suchen in den nächsten Jahren rund 350 Betriebe einen Nachfolger, so die Sparkasse. Darauf reagiert das Geldinstitut mit einem neuen Geschäftsfeld: Es gibt dazu eine eigene Plattform und Spezialberater.

"Wir haben etwa schon 30 Beratungsgespräche im letzten Jahr führen können und wir glauben, dass das ein wachsender Markt für uns ist."

Peter Vogel, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Tauberfranken

Sparkassen-Neubau am Bahnhof in Wertheim

Wachsen möchte die Sparkasse Tauberfranken auch räumlich. Am Bahnhofsareal in Wertheim soll für rund sechs Millionen Euro ein Neubau entstehen, der bis 2020 fertig werden soll. Grund dafür ist, so Vogel, dass der Standort von vielen Kunden frequentiert wird. Genug Parkplätze soll es auch geben. Die Sparkasse will aber mit einem SB-Bereich in der Stadtmitte bleiben.

STAND