Schüler im roten Trikot starten zusammen mit ihrem Leiter auf dem Buga Gelände (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Schülergruppe auf Buga gestartet Auf dem Rad von Heilbronn nach Berlin

30 Jahre nach dem Mauerfall sind Schüler am Samstag zu einer Radtour von Heilbronn nach Berlin gestartet.

Auf der 710 Kilometer langen Strecke wollen sie die Geschichte der
deutsch-deutschen Teilung erfahren, wie Organisator Ortwin Czarnowski erklärte: "Wir sprechen mit Zeitzeugen und besuchen besondere Orte." Der ehemalige Radrennfahrer war 1960 aus der DDR geflüchtet. Seit 15 Jahren organisiert er Radtouren für Schüler.

Geschichtsträchtige Orte

Auf der Liste steht etwa die Leipziger Nikolaikirche, Ausgangspunkt
der Montagsdemonstrationen und Symbol der Friedlichen Revolution in der DDR, oder die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, früher
Untersuchungshaftanstalt der Stasi.

Auch die Rathäuser auf dem Weg durch Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg will Czarnowski mit der Gruppe besuchen: "Wir bringen eine Botschaft aus Heilbronn mit." In dem Brief richtet sich der Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) an seine Amtskollegen und spricht von einem "wertvollen und wegweisenden Projekt". Denn die Schüler sollen nicht nur ein Stück deutscher Geschichte erfahren, sondern setzten gleichzeitig auch "ein Zeichen für den Klimaschutz".

Ein ganz besonderes Gefühl


"Wenn wir am Ende durchs Brandenburger Tor fahren, wird das ein ganz besonderes Gefühl", sagte Czarnowski. Bis dahin wird der 78-Jährige mit den 37 Heilbronner Schülern im Alter von 11 bis 16 Jahren neun Tage unterwegs sein.

STAND