Plädoyers im Raubüberfall-Prozess vor Landgericht Heilbronn 13 Jahre Haft gefordert

Im Prozess um einen 29 Jahre alten Mann, der in Heilbronn-Neckargartach vier Bewohner eines Hauses brutal überfallen haben soll, gab es am Freitag die Plädoyers. 13 Jahre Haft forderten Staatsanwaltschaft und Nebenklage.

Dauer

Die hohe Haftstrafe liegt vor allem in der brutalen Vorgehensweise und der lebenslangen psychischen Folgen für die Opfer begründet, hieß es vor Gericht.

Eindeutige Beweise

Außerdem konnten mehrere DNA-Spuren des Angeklagten gesichert werden. Laut des Gutachtens wurden auf den Klebebandresten und dem Schlafanzug eines Opfers eindeutig genetische Spuren des 29-jährigem Georgiers gefunden.

Ein weiterer Beweis sind auch die Schuhabdrücke aus dem Haus und Vorgarten, die dem Angeklagten eindeutig zugeordnet werden konnten.

Angeklagter bestreitet Tat

Weil der Mann alle Tatvorwürfe bestritten hatte, musste der Pflichtverteidiger auf Freispruch plädieren. Klar wurde auch, dass der Angeklagte zu einer georgischen Bande mit über 100 Mitgliedern gehört, die offenbar in Chemnitz sitzt und vor dort aus bundesweit agiert.

Das Urteil im Fall Heilbronn-Neckargartach soll kommenden Freitag fallen

Bewohner geschlagen und gefesselt

Der Georgier war laut Anklage im November 2017 zusammen mit zwei Komplizen in das Haus eingebrochen, hatte die Bewohner im Schlaf überrascht, gefesselt, geknebelt, bedroht und zum Teil geschlagen.

Durch die massiven Drohungen sollen die Täter Zugang zu zwei Tresoren bekommen und Bargeld sowie Schmuck im Wert von rund 37.000 Euro erbeutet haben.

STAND