Abgebrannte Paletten und zerborstete Sichtschutzscheibe an der Bahn-Haltestelle Kaufland  (Foto: SWR, Anno Palumbo)

Prozess gegen mutmaßlichen Täter gestartet Geständnis im Prozess wegen Brandstiftung in Neckarsulmer Kaufland

Der mutmaßliche Kaufland-Brandstifter von Neckarsulm hat am Nachmittag vor dem Heilbronner Schwurgericht ein Geständnis abgelegt. Ihm wird versuchter Mord und schwere Brandstiftung vorgeworfen.

Der 50-jährige Heilbronner gestand vor Gericht im Dezember vergangenen Jahres im Neckarsulmer Kaufland Kleidungsstücke angezündet zu haben. Er könne sich an die Tat selbst allerdings nicht mehr erinnern und habe sich keine Gedanken um mögliche Folgen gemacht. Der Angeklagte ist bereits wegen Drogen- und Diebstahldelikten vorbestraft.

Viele Menschen waren in Gefahr

Weil sich zum Tatzeitpunkt rund 700 Kunden im Supermarkt befanden und der Angeklagte damit rechnen musste, dass durch das Feuer Menschen ums Leben kommen könnten, bewertet die Staatsanwaltschaft die Tat als versuchten Mord. Mitte Juni will das Heilbronner Schwurgericht ein Urteil fällen.

Feuer an der Warenanlieferung

Nach dem Feuer im Innenraum, das schnell gelöscht werden konnte, soll der Mann außerdem Holzpaletten im Bereich der Warenanlieferung angezündet haben. Da die Paletten zwischen Gebäude und Bahnanlagen gelagert waren, wurden auch Lärmschutzwände entlang der Gleise stark beschädigt. In der Folge kam es zu Zugausfällen und Verspätungen.

Durch beide Feuer entstand ein Schaden von rund 66.000 Euro. Ein Urteil wird für Mitte Juni erwartet.

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