Programm zum Einstieg ins Erwerbsleben "Arkus" Heilbronn hilft Frauen mit Migrationshintergrund

Knapp die Hälfte der Mütter mit Migrationshintergrund in Deutschland sind nicht erwerbstätig. Mit einem Bundesprogramm soll ihnen geholfen werden, mit im Boot ist die soziale Anlaufstelle "Arkus" in Heilbronn.

"Arkus" in der Happelstraße Heilbronn. Seit beinahe 25 Jahren hilft die Organisation Frauen (Foto: SWR)
"Arkus" in der Happelstraße Heilbronn. Seit beinahe 25 Jahren hilft die Organisation Frauen

Die Heilbronner Organisation "Arkus" steht für Arbeits- Kultur- und Selbsthilfe. Seit fast 25 Jahren hilft sie Frauen. Dementsprechend lag es für die Verantwortlichen nahe, sich an dem bundesweiten Projekt des Familienministeriums "Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein" zu beteiligen.

Das Potential ist groß

31% der Mütter hierzulande hätten einen Migrationshintergrund, so Geschäftsführerin Birgitt Wölbing. Davon wiederum habe die Hälfte keine Arbeit. Hier gebe es also viel Potential.

"Wir bringen viel Erfahrung mit, weil wir schon einige Projekte zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in dem Bereich mit Frauen mit Migrationshintergrund, aber auch mit anderen Frauen, durchgeführt haben."

Birgitt Wölbing, Geschäftsführerin Arkus Heilbronn

Motivation stärken

Dabei wird das individuelle Profil der Frauen erarbeitet, wo stehe sie derzeit, was für Erfahrungen bringe sie mit und wo möchte sie im Berufsleben hin. Arkus unterstütze die Frauen dann je nach Bedarf und Notwendigkeit: Ist eine Betreuung notwendig, welche Qualifikationen hat die Frau oder wie bewirbt man sich richtig? Wichtig sei, die Motivation zu stärken.

Seit September läuft das Projekt. Mit im Boot als Schirmherr ist der Heilbronner SPD-Bundestagsabgeordnete Josip Juratovic.

"Ich weiß, wie schwer es vor allem die Frauen in Deutschland haben, wenn sie ankommen. Für viele Frauen ist das eine riesige Herausforderung. Deswegen bin ich dankbar, dass Arkus dieses Projekt begleitet."

Josip Juratovic, SPD-Bundestagsabgeordneter
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