Petitionsausschuss des Landtags in Lauda-Königshofen Umstrittene Abfall-Aufbereitungsanlage auf dem Prüfstand

Der Petitionsausschuss des baden-württembergischen Landtages wird sich mit der umstrittenen Aufbereitungsanlage in Gerlachsheim, einem Teilort von Lauda-Königshofen (Main-Tauber-Kreis), befassen.

Die Bürger formieren sich - nun gibt es einen Runden Tisch (Foto: SWR)
Die Bürger kämpfen mit verschiedenen Aktionen gegen die Anlage (Archivbild)

Der baden-württembergischen Landtag soll am 24. Oktober prüfen, ob die Genehmigung für den Bau der Anlage rechtens ist. Geplant ist zunächst eine Anhörung im Rathaus in Lauda-Königshofen. Anschließend will man die Gegebenheiten vor Ort besichtigen.

Bürger befürchten mehr Schwerlastverkehr

Die Gerlachsheimer Bürgerinitiative hatte die Petition eingereicht. Sie möchte die Anlage eines am Ortsrand ansässigen Bauunternehmens verhindern, weil sie unter anderem eine enorme Zunahme des Schwerlastverkehrs in der ohnehin engen Ortsdurchfahrt befürchtet. Im vergangenen Jahr hatten sich bereits mehr als 350 Bürgerinnen und Bürger an einer Demo gegen das Projekt beteiligt. Es gab bereits auch offizielle Gesprächsrunden, an denen Stadtverwaltung, Gemeinderat, Baufirma und Bürgerinitiative beteiligt waren.

Die Boden-Aufbereitungsanlage in Gerlachsheim ist bereits genehmigt. Sie soll dazu dienen, Bodenaushub aufzubereiten und wieder in den Kreislauf zurückzuführen. Die Genehmigung gilt für eine Anlage mit 100.000 Tonnen Bodenmaterial und 50.000 Tonnen Schüttgüter. Die Anlage besteht aus einer Halle, in der Aushub-Abfälle und Schüttgüter gelagert, umgeschlagen und behandelt werden, um sie wieder als Baustoffe zu verwenden.

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