Drei Menschen in einem Salzbergwerk (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

"Odysso"-Recherchen zur Lagerung in Bergwerken Giftmüll - Zeitbomben im Untergrund

Wie gefährdet sind die Menschen rund um das Salzbergwerk Bad Friedrichshall-Kochendorf (Kreis Heilbronn)? Seit 1984 wird dort in alten Stollen Sonder- und Giftmüll gelagert.

Bislang waren das rund eine Million Tonnen. Wie "Odysso"-Recherchen zeigen, landet ein Großteil des Giftmülls aber nicht in der Untertagedeponie, sondern im alten, ausgedienten Versatzbergwerk gleich daneben. Das sei kostengünstiger, aber gefährlicher, wie ein Schweizer Gutachten zeigt. Experten befürchten: Der gefährliche Abfall sei dort auf lange Zeit nicht sicher.

Schwierige Suche nach einem Atommüll-Endlager

Alte Bergwerke werden in der Regel nicht komplett verfüllt, es bleiben riesige Hohlräume. Bricht Wasser ein, laufen die Versatzbergwerke regelrecht voll, wie in der Vergangenheit oft geschehen. Der Giftmüll würde so nach oben geschwemmt werden. "Odysso" berichtet am Donnerstagabend im SWR Fernsehen über die tickenden Zeitbomben unter Tage, die schwierige Suche nach einem Atommüll-Endlager und über giftige Chemiehalden, das toxische Erbe in tausenden von deutschen Städten.

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Umweltschutz So werden giftige Altlasten entsorgt

Bis Mitte der 70er Jahre wurde Giftmüll oft sorglos im Boden verbuddelt. Die Sanierung der Altlasten ist teuer und aufwendig. Zwei Verfahren werden vorgestellt.

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