Früchte aus Bad Friedrichshall Hochsaison auf dem Obstversuchsgut in Heuchlingen

Trockenheit, Hagel, Frost - es gibt vieles, was den Landwirten die Obsternte vermiesen kann. Im Staatlichen Obstversuchsgut in Bad Friedrichshall-Heuchlingen wurden schon Früchte in Mitleidenschaft gezogen.

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Im Landkreis Heilbronn hat das Obst durch den Hagel in diesem Jahr teilweise Schaden genommen. Der Ausfall sei aber beispielsweise im Obstversuchsgut Heuchlingen überschaubar geblieben, sagt Leiter Burghard Hein.

Drei Mal habe es bisher auf dem Gelände gehagelt. Für die Äpfel sei es ein sehr früher Zeitpunkt gewesen, mitten in der Blüte. Daher hätten sie nun auch kleine Verkorkungen auf den Früchten, die beim Weiterwachsen teilweise einreißen.

"Das sorgt dann dafür, dass der eine oder andere Apfel jetzt nicht mehr reif werden wird, weil man ihn auch vorher entfernen muss."

Burghard Hein, Obstversuchsgut in Heuchlingen

Elvira Schimanski berichtet:

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Obstversuchsgut verbessert CO2-Bilanz

Laut Experten startet die Apfel-Ernte in der Region Heilbronn-Franken in sechs bis acht Wochen. Bis dahin gibt es noch langzeitgelagerte Äpfel vom vergangenen Sommer wie Braeburn und Jonagold. Im Staatlichen Obstversuchsgut in Bad Friedrichshall-Heuchlingen können bis zur neuen Ernte 54 Tonnen Äpfel bei 1,5 Grad gelagert werden. Das braucht viel Energie.

"Wir haben seit dem letzten Winter hier auf unseren Dächern auch Photovoltaik-Anlagen, so dass wir unseren eigenen Strom erzeugen können und somit auch eine bessere CO2-Bilanz haben. Die Sonne scheint, warum sollen wir das nicht nutzen. Es gibt mittlerweile auch intelligente Kühlhaussteuerung, so dass wir sagen können: 'Wir kühlen unsere Äpfel am Tag ein bisschen weiter runter. In der Nacht brauchen wir dann etwas weniger Strom.' Da gibt es viele Möglichkeiten."

Burghard Hein, Obstversuchsgut in Heuchlingen

Die Kirschernte steht an

Die Kirschernte in der Region hat begonnen. Sie sei gut angelaufen, sagt Hein. Die Früchte werden schön groß, weil in diesem Jahr die Bäume nicht so vollhängen. Um dem Aufplatzen der Früchte entgegenzuwirken, wachsen in Heuchlingen die Kirschen unter Dach und Folie.

"Wenn eine Frucht Wasser abbekommt über Regen, dann wird das Wasser über die Fruchthaut aufgenommen in die Frucht hinein, weil die Zuckerkonzentration innen drin höher ist und das Wasser wird angezogen. Und um dem entgegen zu wirken, haben wir eben ein Dach oben drüber, damit das nicht passieren kann."

Obstversuchsgutleiter Burghard Hein

SWR-Reporterin Elvira Schimanski berichtet:

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