November im Staatlichen Obstversuchsgut in Heuchlingen Obstanbauer spüren Klimawandel und anhaltende Trockenheit

Das europäische Parlament in Straßburg hat am Donnerstag den "Klimanotstand" für Europa ausgerufen. Auch die Obstanbauer in der Region Heilbronn-Franken spüren den Klimawandel.

An der frühen Apfelblüte im Obstversuchsgut Heuchlingen lässt sich der Klimawandel erkennen (Foto: SWR)
An der frühen Apfelblüte im Obstversuchsgut Heuchlingen lässt sich der Klimawandel erkennen

Ein Anzeiger für den Klimawandel ist dabei die Apfelblüte, weil sie den Beginn des sogenannten Vollfrühlings anzeigt. Je früher die Apfelbäume blühen, umso milder ist der Witterungsverlauf. Es sei ein ganz klarer Trend zu erkennen, sagt Experte Burghard Hein vom Staatlichen Obstversuchsgut in Bad Friedrichshall-Heuchlingen (Kreis Heilbronn). Die Apfelbäume fangen 15 bis 20 Tage früher an zu blühen als noch vor 30 bis 40 Jahren.

"Wir haben aber deswegen nicht mehr Frostereignisse, nur diese Frostereignisse kommen mit einer früheren Blüte zusammen. Und zu diesem Zeitpunkt sind die Blüten eben dementsprechend empfindlich, so dass wir da größere Schäden davontragen als noch vor einigen Jahren."

Burghard Hein, Obstversuchsgutsleiter Heuchlingen
Dauer

Trotz des Regens in den vergangenen Wochen klagen die Landwirte weiter über zu trockene Böden. Auch im Staatlichen Obstversuchsgut in Bad Friedrichshall-Heuchlingen fehlt weiterhin Wasser, sagt Leiter Burghard Hein. Die Trockenheit habe vor allem Auswirkungen auf die kommende Obstblüte und die Größe der Früchte.

"Bei uns regnet es jetzt eigentlich seit September jeden Monat so zwischen 50 und 80 Millimeter. Wir bräuchten aber sicherlich noch 200 bis 300 Millimeter diesen Winter, um wieder ausreichend im Boden versorgt zu sein."

Burghard Hein, Obstversuchsgutsleiter Heuchlingen
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