Urteil am Amtsgericht Heilbronn Geldbuße für Umweltaktivistin

Die deutschlandweit bekannte Umweltaktivistin Cecile Lecomte ist vom Amtsgericht Heilbronn wegen zwei Störaktionen bei den Castortransporten im vergangenen Jahr zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Lecomte muss 200 Euro Strafe zahlen. Damit blieb das Gericht unter den zuvor ergangenen Geldbußen von insgesamt 450 Euro. Zeugen hatten bestätigt, dass sich die 36-Jährige von der Wimpfener Straßenbrücke abgeseilt hatte und im Neckar geschwommen war, um den Transport mit abgebrannten Brennelementen zu behindern.

Gesamter Gerichtssaal geräumt

Umweltaktivisten von Robin Wood halten vor dem Heilbronner Amtsgericht eine Mahnwache ab (Foto: SWR)
Umweltaktivisten von Robin Wood halten vor dem Heilbronner Amtsgericht eine Mahnwache ab

Weil Lecomte dem Richter immer wieder ins Wort fiel, wurde sie zeitweise vom Verfahren ausgeschlossen und auf ihrem Stuhl von Justizbeamten aus dem Saal getragen. Als die zahlreichen Unterstützer lachten und Lecomte applaudierten, wurde der gesamte Gerichtssaal geräumt. Stellenweise waren bis zu zehn Polizei- und Justizbeamte im Einsatz. Der lautstarke Protest setzte sich vor dem Amtsgericht in Heilbronn fort.

Die 36-jährige gebürtige Französin ist eine deutschlandweit bekannte Umweltaktivistin, die wegen ihrer Störaktionen bereits mehrfach verurteilt wurde. Über ihre Erfahrungen als Kletteraktivistin hatte sie 2014 ein Buch veröffentlicht.

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