Brand in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Kirchardt (Foto: 7aktuell)

Millionenschaden in landwirtschaftlichem Betrieb Brand auf Putenhof in Kirchardt: Polizei vermutet technischen Defekt

Nach dem Großbrand in der Nacht zu Dienstag auf einem Putenhof in Kirchardt (Kreis Heilbronn) löscht die Feuerwehr immer noch Glutnester. Tausende junge Puten verendeten. Es entstand ein Schaden von mindestens 3,5 Millionen Euro.

Nach dem Großbrand auf einem Putenhof in Kirchardt im Kreis Heilbronn gibt es keine Hinweise auf Brandstiftung. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der Hauptbrand in der Lagerhalle wahrscheinlich im technischen Bereich der Heizungsanlage ausgebrochen. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es keine.

Dauer

Rund 20 Einsatzkräfte bewachen am Dienstagmorgen nach dem Brand weiterhin den Ort des Unglücks. Noch Stunden nach dem Brand schlagen immer wieder Flammen aus den Glutnestern aus dem Getreide. Die Gebäude sind bis auf die Grundmauern verkohlt. Für die Feuerwehren war das Löschen des Brandes eine große Herausforderung.

"Ja, es war mit eine der größten Gefahrenabwehrstufen des Landkreises Heilbronn. Es waren Feuerwehren da aus Bad Rappenau, aus Eppingen, aus Heilbronn, Neckarsulm, Kirchardt und die Nachbarwehr aus Ittlingen. Weil bei einem landwirtschaftlichen Betrieb, wird immer davon ausgegangen, man hat sehr weite Löschwasserleitungen zu legen und es ist immer gleich ein Brand in einer sehr weiten Ausdehnung."

Markus Bucher, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kirchardt

Wie die Polizei mitteilte, brannte in der Nacht der landwirtschaftliche Hof lichterloh. Gegen 23 Uhr gingen die ersten Notrufe bei der Leitstelle ein. Rund 145 Einsatzkräfte waren vor Ort. Wehren wurde aus mehreren umliegenden Städten angefordert, so ein Polizeisprecher.

Bei dem Brand verendeten rund 5.000 Puten, auch tonnenweise Getreide fiel den Flammen zum Opfer. Auf dem Dach des Hofes befand sich eine Solaranlage, auch diese sei vollkommen zerstört. Bürgermeister Gerd Kreiter will dem betroffenen Besitzer zur Seite stehen.

Eine Scheune in Kirchardt mit starken Schäden nach Brand und Einsatzkräfte der Feuerwehr bei Löscharbeiten (Foto: SWR, Nicole Heidrich)
Nicole Heidrich

"Wir werden dem Besitzer Hilfe anbieten, aber ich denke, die größte Hilfe wird er nun von seiner Versicherung brauchen. Der Brand ist gelöscht, nun geht es an die Beseitigung des Schadens und das ist zu tun mit der Versicherung und die Gemeinde wird ihres dazutun."

Gerd Kreiter, Bürgermeister von Kirchardt

Immer wieder rief die Polizei über die sozialen Netzwerke dazu auf, dass Gaffer sich von der Brandstelle fernhalten sollten. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz.

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