Über 40.000 Hektar mehr Fläche geplant Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald und Stromberg-Heuchelberg sollen erweitert werden

Mehr Park, mehr Wald, mehr Erholung - die Naturparke "Schwäbisch-Fränkischer Wald" und "Stromberg-Heuchelberg" sollen um Flächen reicher werden. Am Montag ist das öffentliche Beteiligungsverfahren gestartet.

Ab sofort liegen für die geplanten Änderungen die Verordnungsentwürfe mit den Karten beim Regierungspräsidium Stuttgart aus. Während der Sprechzeiten können diese eingesehen werden - oder auch auf der Internetseite des Regierungspräsidiums. So haben alle Interessierten bis Ende Oktober die Möglichkeit, ihre Bedenken, aber auch ihre Anregungen vorzubringen.

Dauer

Kommunen werden in Gemarkung voll mit einbezogen

Im Wesentlichen sollen die beiden Naturparks "Schwäbisch-Fränkischer Wald" und "Stromberg-Heuchelberg" um Flächen reicher werden, die sich durch ihren ausgeprägten Reiz für die jeweilige Kulturlandschaft auszeichnen, heißt es in einer Mitteilung des Regierungspräsidiums Stuttgart.

Beim Naturpark "Stromberg-Heuchelberg" sollen über 7.500 Hektar dazu kommen; er umfasst dann eine Fläche von rund 40.800 Hektar. In den Naturpark "Stromberg-Heuchelberg" werden vor allem Bereiche im Zabergäu einbezogen. Berührt sind die Städte und Gemeinden Brackenheim, Cleebronn, Güglingen und Pfaffenhofen im Kreis Heilbronn.

Alle Kommunen haben mit ihren Gemarkungen bereits jetzt Anteil an der Naturparkkulisse, durch die Arrondierung wird jeweils die komplette Gemarkung in die Naturparkkulisse einbezogen.

40 Jahre Naturpark

Mittlerweile ist der Naturpark "Stromberg-Heuchelberg" 40 Jahre alt. Geschäftsführer Dietmar Gretter sagt, die Bereiche, die jetzt hinzukommen, wurden damals aus kommunalpolitischen Gründen ausgespart.

"Viele Gemeinden hatten früher Bedenken, sie seien bezüglich ihrer Bau- und Gewerbeflächen eingeschränkt. Heute weiß man, dass es einem nur Vorteile bringt."

Dietmar Gretter, Geschäftsführer Naturpark "Stromberg-Heuchelberg"
"HöhenErlebnisPark" Theresienberg in Waldenburg  (Foto: Pressestelle, © Naturpark SFW)
"HöhenErlebnisPark" Theresienberg in Waldenburg Pressestelle © Naturpark SFW

Limpurger Berge kommen dazu

Der Naturpark "Schwäbisch-Fränkischer Wald" soll um eine Fläche von circa 35.000 Hektar erweitert werden; die Gesamtfläche erstreckt sich dann auf gut 127.000 Hektar.

Bei den Erweiterungsflächen handelt es sich um Landschaftsbereiche mit ähnlichem Relief, Gewässer und Klima sowie Geologie und Vegetation, heißt es. Dies betrifft die östlich angrenzenden Limpurger Berge sowie die Region Berglen südwestlich der bisherigen Grenze. Damit wird der Naturraum "Schwäbisch-Fränkische Waldberge" vollständig in den Naturpark "Schwäbisch-Fränkischer Wald" einbezogen.

Panoramakarte des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald (Foto: Pressestelle, Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald)
Panoramakarte des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald Pressestelle Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald

Stärkung der Regionalentwicklung

Stärken wolle man mit der Erweiterung der Naturparke vor allem ihre Bedeutung für die Erholung und nachhaltige Regionalentwicklung, sagte Regierungspräsident Wolfgang Reimer.

"Mit der Erweiterung sollen die vorhandenen Naturparke um charakteristische Landschaftsteile ergänzt werden. Ihre Bedeutung wird deutlich gestärkt."

Wolfgang Reimer, Regierungspräsident
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