Randale beim Weinfest in Lauda "Blanker Hass" und Angriffe gegen Polizisten

Die Polizei sieht sich im Fokus einiger Besucher und Mitwirkender des Weinfests in Lauda. Nach mehreren Zwischenfällen gibt es nun einen runden Tisch.

Das Weinfest in Lauda (Main-Tauber-Kreis) hat jahrzehntelange Tradition und war am Wochenende wieder Ziel zahlreicher trinkfreudiger Gäste. Diese verhalten sich in der Taubertalgemeinde traditionell auch friedlich - bis auf dieses Wochenende, sagt zumindest die Polizei.

Zwei Polizisten tragen Polizeiwesten (Foto: picture-alliance / dpa, Silas Stein (Symbolbild))
Die Polizei berichtet von Gewalt auf dem Weinfest (Symbolbild) Silas Stein (Symbolbild)

Die Veranstalter zogen am Montag noch eine positive Bilanz: Das Fest verlief trotz geänderter Öffnungszeiten und neuem Konzept sehr gut, hieß es. Auch wenn es einige Zwischenfälle gab.

Die Polizei zeigt sich dagegen weniger zufrieden mit dem Verhalten einiger Gäste: Was zu später Stunde an Gewaltbereitsschaft aufflammte, zog mehrere Strafanzeigen und eine Extra-Besprechung am Dienstag im Rathaus nach sich.

Solidarisierung gegen die Polizei

Randalierer und prügelnde Gäste, die sich auch gegen die Polizei wandten - das war die Situation für die Streifenwagenbesatzungen, die auf dem Weinfest in Lauda für Ordung sorgen mussten, so ein Polizeisprecher. Häufig hätten sich auch Vereinsmitglieder der Veranstalter miteinander und mit Gästen solidarisiert. Das machte das Einschreiten der Polizei schwierig.

Dass auch "Festlesmacher" gegen die Beamten auftraten, kann Laudas Bürgermeister Thomas Maertens aus seiner Sicht nicht bestätigen, sagte er dem SWR.

Liste an Verstößen

Was genau passiert ist, hat die Polizei aufgelistet. Es ist zu lesen von einem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfachen Beleidigungen gegen Polizisten, Widerstand gegen Polizeibeamte und vieles mehr. In einem Fall habe man einen Festgenommenen befreien wollen, die Polizeibeamten mussten sich wehren, zwei Polizisten wurden dabei verletzt.

Der leitende Polizeiführer sprach sogar von "blankem Hass", der den Beamten entgegenschlug. Fazit: Die Polizei will mit den zuständigen Vereinen und Behörden reden. Das will auch Thomas Maertens, Bürgermeister von Lauda-Königshofen. Der Termin für einen runden Tisch mit allen Weinfestmachern nebst Polizei steht bereits.

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