Künzelsauer Astronaut sendet live aus dem All "Astro-Alex" gibt erste Pressekonferenz von der ISS

Alexander Gerst fühlt sich fantastisch, als sei er nie weg gewesen und beantwortet gut gelaunt Fragen von Journalisten.

Alexander Gerst ist bei der ersten Pressekonferenz von der ISS gut gelaunt (Foto: picture-alliance / dpa, Oliver Berg)
Alexander Gerst ist bei der ersten Pressekonferenz von der ISS gut gelaunt und im Fußballfieber Oliver Berg

Der als „Astro-Alex“ bekannte Astronaut Alexander Gerst hat seine erste Pressekonferenz von der Internationalen Raumstation (ISS) aus dem Weltall gegeben.

Knapp eine Woche nach seinem Start ins All meldete sich der gebürtige Künzelsauer am Dienstag von der ISS in einer Liveübertragung ins Europäische Astronautenzentrum in Köln. Dazu benutzte er ein vor ihm schwebendes Mikrofon.

"Eben erst weg gewesen"

Gerst sagte, er fühle sich fantastisch, die Reise sei anders als beim ersten Mal gewesen und länger. Er habe mehr Verantwortung. Es komme ihm vor, als sei er "eben erst weg gewesen".

Zudem berichtete er von einer Fußball-Wette der besonderen Art mit seinem russischen Kollegen: Falls Russland die WM gewinnt, muss Gerst sich die russische Nationalflagge auf die Stirn malen, falls Deutschland gewinnt, muss sein Kollege eine Glatze wie Gerst tragen.

Gerst bezieht zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren die ISS. 2014 verbrachte der heute 42-Jährige bereits insgesamt 165 Tage im All.

Gerst und seine Kollegen waren am Mittwoch vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur ISS gestartet. Sie sollen etwa ein halbes Jahr in der Schwerelosigkeit leben und forschen. Der Flug zur Station dauerte planmäßig zwei Tage. Am Freitag plauderten die Astronauten mit ihren Familien und Freunden.

andocken-an-raumstation-iss (Foto: NASA)
NASA

Reihe wissenschaftlicher Experimente

Während seines erneuten Weltraum-Aufenthalts wird der Künzelsauer wieder an einer Reihe wissenschaftlicher Experimente teilnehmen. Nach DLR-Angaben stammen 67 dieser Experimente aus Europa, davon mehr als 40 aus Deutschland. Dabei geht es unter anderem um künstliche Intelligenz und wie die den Astronauten im All helfen kann.

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