Fußballer Gündogan trifft Präsidenten Erdogan, beide halten ein Trikot (Foto: picture-alliance / dpa)

Kreisverband Junge Union Hohenlohe Fußballer weiter in der Kritik

Die Fotos der deutschen Fußball-Nationalspieler Özil und Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Erdogan sorgen weiter für Empörung, auch bei der Jungen Union Hohenlohe.


Wer Erdogan als seinen Präsidenten will, der kann und sollte nicht für Deutschland spielen, teilte der Nachwuchs der Christdemokraten (CDU), der Kreisverband der Jungen Union (JU) Hohenlohe, am Dienstag in einem Schreiben mit.

Fußballer und insbesondere Nationalspieler seien in der Gesellschaft Vorbilder für Jugendliche, so die JU Hohenlohe weiter.

"Wir finden es daher fatal, wenn deutsche Nationalspieler Wahlkampf für einen Präsidenten machen, für den Demokratie keinerlei Bedeutung hat."

Die Vorsitzende der Jungen Union Hohenlohe Stefanie Sonnentag

Dass sich die Nationalspieler Özil und Gündogan für ein solches Wahlkampfmanöver Erdogans missbrauchen ließen, löse bei den Mitgliedern der JU Hohenlohe Empörung aus und ließe den Ruf nach Konsequenzen laut werden.

Politische Statements hätten im Fußball nichts zu suchen.

"Fußball verbindet - jeder darf und soll zu seinem Heimatland und seinen Wurzeln stehen. Doch die öffentliche Wahlkampfunterstützung Erdogans von deutschen Nationalspielern, dieses Verhalten ist inakzeptabel."

Stefanie Sonnentag
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