Hohenloher Krankenhaus Künzelsau Archivbild Gebäude von außen (Foto: SWR)

Künzelsauer Krankenhaus Stadt will bestmögliches Gesundheitszentrum

Die Stadt Künzelsau fordert ein optimales Gesundheitszentrum mit Notfallversorgung. Das Künzelsauer Krankenhaus soll im kommenden Jahr geschlossen werden - früher als geplant.

Nach wie vor halte die Stadt die Schließung für falsch, aber daran sei nichts mehr zu ändern, so der Künzelsauer Bürgermeister Stefan Neumann. Der Kreistag des Hohenlohekreises hatte am Montagnachmittag in seiner Sitzung in Bretzfeld beschlossen, dass das Künzelsauer Krankenhaus Ende 2019 geschlossen wird. Im Gegenzug soll das Medizinische Versorgungszentrum früher starten - nämlich bereits zum 1. Januar 2020. Außerdem soll es besser ausgestattet werden als bisher geplant.

Ärztliche Versorgung sicherstellen

Jetzt müssten alle vor Ort beteiligten Kräfte versuchen, ein bestmögliches Gesundheitszentrum in Künzelsau so schnell wie möglich an den Start zu bringen und die ärztliche Versorgung der Menschen in Künzelsau und der näheren Umgebung sicherzustellen, so Neumann. Der Kreistag habe in seiner jüngsten Sitzung einem Notfalldienst rund um die Uhr bereits zugestimmt, heißt es in der Mitteilung der Stadt Künzelsau. Zunächst als Pilotprojekt für drei Jahre, ein Arzt werde daher stets vor Ort im Gesundheitszentrum sein.

SWR-Moderator Hartmut Oesterle spricht mit SWR-Reporter Jens Nising, der die Sitzung des Kreistages am Montag live mitverfolgt hat:

Dauer

Bessere Ausstattung

Über die geplante 24-Stunden-Bereitschaft hinaus soll es eine Kurzzeitpflege für Patienten geben, die vorübergehend stationär aufgenommen werden müssen. Rettungswagen sollen mit Telemedizin ausgestattet werden, damit sich die aufnehmende Klinik bereits auf notwendige Behandlungsmaßnahmen einstellen kann.

Ursprünglich längerer Betrieb geplant

Ursprünglich hatte der Kreistag entschieden, dass das Krankenhaus noch rund vier Jahre lang weiterbetrieben wird. Doch die Auslastung betrage derzeit nur noch 40 Prozent. Darüber hinaus sei es schwer, das notwendige Krankenhauspersonal zu finden.

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