Eine kleine Stadt in einem Tal von Wäldern umgeben (Foto: SWR, Mathias Grimm)

Kranke Bäume werden gefällt Eschen und Buchen sterben im Hohenlohekreis

Der Wald in der Region Heilbronn-Franken ist krank, wie auch im übrigen Baden-Württemberg. Gründe gibt es einige, wie der Waldzustandsbericht des Landes am Montag zeigt.

Der Hohenlohekreis macht keinen Unterschied, auch dort geht es dem Wald schlecht. Förster Roland Hartz vom Kreisforstamt sagt: Es sterben Bäume, aber nicht der Wald. Trotzdem wird es in einigen Jahren bestimmte Bäume in manchen Gegenden nicht mehr geben.

Dauer

"Wir haben einen historisch schlechten Waldzustand. Viele Bäume sterben, aber der Wald stirbt nicht."

Roland Hartz, Förster beim Forstamt Hohenlohekreis

Buchen und Eschen fallen

Bei Ingelfingen (Hohenlohekreis) ist die Fichte gefährdet, sie stirbt dort aus. Die Buche muss derzeit wegen Trockenschäden gefällt werden, die Esche wegen dem vor Jahren eingeschleppten Eschentriebsterben. Das gilt auch für das benachbarten Niedernhall sowie das gesamte Kochertal.

Die Forstexperten im Hohenlohekreis gehen neue Wege: Es wurde eine Spezialmaschine aus der Schweiz geordert. Diese fällt die Bäume so, dass keine Menschen gefährdet werden. Beispielsweise sind herabfallende Äste keine Gefahr mehr.

Viele gefällte Bäume im Wald vor blauem Himmel, rechts eine Spezialfällmaschine, eine Art Bagger (Foto: SWR, Mathias Grimm)
Im Wald bei Infelfingen fallen kranke Bäume mit einer Spezialmaschine aus der Schweiz Mathias Grimm

Exoten wie der Tulpenbaum

Im Hohenlohekreis gibt es über 20 Baumarten, von denen die meisten auch überleben werden, meint Roland Hartz. Gerade weil es im Landkreis bereits jetzt vor allem Mischwälder gibt. Zudem wollen die Kreisförster auch Exoten aus wärmeren Gefilden testen, die den Klimawandel möglicherweise besser überstehen. Dazu gehört beispielsweise der Tulpenbaum aus Nordamerika.

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