Konsequenz nach Hexenkessel-Vorfall Nachtumzug in Eppingen vorerst gestrichen

Nach dem Unglück mit einem Hexenkessel beim vergangenen Nachtumzug in Eppingen soll die Veranstaltung im kommenden Jahr vorerst ausgesetzt werden.

Der Kessel, der nach dem Unglück im Februar von der Polizei als Beweisstück eingezogen wurde (Foto: SWR)
Der Kessel wurde nach dem Unglück im Februar von der Polizei als Beweisstück eingezogen (Archivbild)

Der Fall hat hohe Wellen geschlagen: Beim 16. Faschings-Nachtumzug in Eppingen (Kreis Heilbronn) war Anfang Februar eine 18-Jährige schwer an ihren Beinen verbrüht worden, als sie über einen mit heißem Wasser gefüllten Hexenkessel gehalten wurde. Wegen ihrer schweren Verletzungen musste die 18-Jährige längere Zeit im Krankenhaus behandelt werden.

Kommende Auflage abgesagt

Der Kessel wurde von einer Gruppe aus Kraichtal (Kreis Karlsruhe) gezogen. Nun steht fest: Die Stadt Eppingen hat die kommende Auflage für den Umzug erst einmal abgesagt. 2018 könnte somit das letzte Mal gewesen sein - das aber lässt die Stadt offen.

"Wir bedauern diesen Unglücksfall und haben uns entschlossen, den Eppinger Nachtumzug 2019 nicht durchzuführen."

Sönke Brenner, Sprecher Stadt Eppingen

Bisher trieb der Eppinger Nachtumzug mehr als 80 Fastnachtsgruppen und tausende Zuschauer in die Stadt. Im Hinblick auf das laufende Verfahren könne die Stadt keine weitere Auskunft geben, warum der Umzug nicht stattfinden wird. Erst nach Abschluss des Verfahrens wird die Stadt weiter über die Zukunft des Faschingsumzugs entscheiden.

Mann vor Gericht

Direkt nach dem Unglück wollten die Stadt, der Verkehrsverein und beteiligte Hexengruppen erst einmal abwarten, wie es weitergeht. Mittlerweile steht fest: Ein Mann wird sich im Dezember wegen des Vorfalls vor Gericht verantworten müssen.

Dem Mann wird laut Anklage fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen, das kann mit bis zu drei Jahren Haft oder Geldstrafe geahndet werden.

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