Vor allem die Industrieunternehmen leiden unter Auftragsrückgängen (Foto: SWR)

Fast jedes vierte Unternehmen denkt an Stellenabbau Abgekühlte Konjunktur trübt Stimmung in Heilbronn-Franken

Die Konjunktur in der Region Heilbronn-Franken kühlt sich weiter ab. Das ist das Ergebnis der IHK-Umfrage für das 3. Quartal 2019.

Vor allem die Industrieunternehmen leiden unter Auftragsrückgängen und dem Handelsstreit zwischen den USA und China, heißt es. Die Industrie, die erneut deutlich nachgibt, befinde sich derzeit in einem Stimmungstief, sagt die Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken, Elke Döring. Zu sehen sei dies unter anderem an Exporterwartungen und der Investitionsbereitschaft.

"Sorgen machen uns vor allem die Großhändler. Hier kommen wir von 70 Prozent der Unternehmen, die gesagt haben 'die Auftragslage ist gut'. Jetzt sind es noch 44 Prozent und die Stimmung ist leider auch im Keller."

Elke Döring, IHK Heilbronn-Franken

Auftragslage im Baugewerbe sehr gut

Im Dienstleistungsgewerbe gehe die Kurve zwar auch nach unten, die Stimmung sei allerdings noch stabil. Zufrieden zeigt sich dagegen das Baugewerbe. Hier beurteilen die Betriebe Auftragslage und Zukunftsaussichten nach wie vor sehr gut. Stabil sei auch die Kauflaune der Kunden im Einzelhandel.

Bei der Beschäftigung wollen insgesamt 16 Prozent der befragten Unternehmen Personal aufstocken, 21 Prozent ziehen dagegen einen Abbau in Betracht.

STAND