Kakteen im Kakteengarten auf der Bundesgartenschau in Heilbronn (Foto: SWR)

Kolumne zur Bundesgartenschau in Heilbronn Der Kakteengarten

AUTOR/IN

Es sitzt sich herrlich an einem milden Maitag nach dem Dauerregen im Kakteengarten der Bundesgartenschau auf einem der Holzblöcke. 

Ich habe meine Augen geschlossen, stelle mir vor, wo diese seltsamen stacheligen Gewächse zu Hause sind - vielleicht in der Atacama-Wüste in Südamerika? Und ich höre doch tatsächlich im tiefsten Schwäbisch just in diesem Moment einen Besucher laut rufen:

"Inge, komm scho, guck mo, wie in Arizona, lauter Kaktusse!".

Schwäbischer BUGA-Besucher

Gut, müsste eigentlich Kakteen heißen (dagegen kommt die Germanistin in mir einfach nicht an), aber recht hat der Mann, obwohl ich noch nie in Arizona war.

Ob Schwiegermuttersessel, Zypressen- oder Säulenkakteen, ob Agaven oder Seifenaloe, hier finden die Bewunderer der Sukkulenten alles, was das Herz erfreut. Urwüchsige Formen, immer wieder liebevoll gepflanzte Minilandschaften mit einer Unzahl von Zwerg- und Mini-Kakteen, dahinter Schotter, viele Steine, eine alte Lok, ein maroder alter Eisenbahnwaggon: es passt alles zusammen. Fast eine Wüstenlandschaft. Vielleicht doch wie in Arizona?

Dauer

Die Zauberer

Chefgärtner Rüdiger Eckardt meint, die Kakteen fühlen sich hier einfach wohl, fast wie zu Hause, denn sie lieben die Wärme. Na, und die bekommen sie allein schon von der Teerfläche, auf der ihre eisernen Kübel stehen. Das mögen sie sogar so sehr, dass sie jede Menge Blüten treiben. Den Berufskollegen zollt Rüdiger Eckhardt großen Respekt mit drei kleinen Worten:

"Die haben gezaubert."

BUGA-Chefgärtner Rüdiger Eckhardt
AUTOR/IN
STAND