Kolumne zur BUGA in Heilbronn Im Stadtdschungel

Abseits von brandaktuellen News über die Bundesgartenschau (BUGA) in Heilbronn hat SWR-Kolumnistin Ina Beck ihren ganz eigenen Blick auf Blumen und Menschen – diesmal ist sie im "Stadtdschungel".

Dauer

Ich weiß nicht, wie oft ich bereits durch den Stadtdschungel gegangen bin. Fest steht, dass er Woche für Woche gewachsen ist, undurchdringlicher und schöner geworden ist. Das Schiff "Heilbronn" hatte ich schon im April entdeckt, die "Heidelberg" erst jetzt, beim letzten Dreh für die BUGA-Kolumne. So was kommt vor, wenn man immer dieselben Wege geht.

Stadtdschungel BUGA Heilbronn (Foto: SWR)
Meterhohe Pflanzen wachsen im Stadtdschungel

Die letzte Kolumne

Jetzt packt Chefgärtner Rüdiger Eckhardt den BUGA-Zwerg Karl ein und unsere Kameraleute Tine Rotter und Jürgen Härpfer räumen Kameras, Stative und das Mikrofon zusammen. Das war's.

Die letzte Kolumne ist im Kasten, muss nur noch geschnitten und getextet werden. Mir fällt aber nichts ein. Null. Ich sitze seit Stunden vor dem Bildschirm und finde keinen Dreh. Suche nach tröstlichen Worten bei den Dichtern und Denkern. Finde keine. Klar, ich könnte jetzt irgendwelche an den Haaren herbeigezogenen Geschichten übers "Dschungelbuch" erfinden. Das ist mir zu platt. Die Entdeckung Maccu Picchus? Anderer Dschungelstädte? Viel zu weit hergeholt.

Stadtdschungel BUGA Heilbronn (Foto: SWR)
Eine Bewässerungsanlage im Stadtdschungel sorgt für die Pflanzen und erzeugt eine geheimnisvolle Stimmung

Eine Frage der Zeit?

Eine Kolumne über die Zeit? Was sie macht, wenn sie vergeht? Das überlasse ich Physikern und Astronomen. Ich kann mir die unendlichen Entfernungen im All sowieso nicht vorstellen. Begreife nicht, weshalb eine fast 150 Millionen Kilometer entfernte Sonne für das Leben auf einem mehr als vier Milliarden Jahre alten Planeten sorgt. Dimensionen, die nicht in meinen Kopf wollen. Wenn ich nur laut bis 173 zähle, also die Tage der BUGA, bin ich bei zwei Minuten und 56 Sekunden. Wie viele Tage oder Monate würde ich brauchen, um das Alter der kleinen Eidechse zu zählen, die da eben im Stadtdschungel unter einen Stein gehuscht ist?  Das rechne ich erst gar nicht aus.

Ich will es auch nicht wissen. Ich weiß nur eins mit Gewissheit:

Ohne Lydia Frotscher, Silvio Havemann und natürlich Rüdiger Eckhardt wäre diese Kolumne so nie zustande gekommen. Und ohne meine Kolleginnen und Kollegen erst recht nicht. Ich durfte drängeln, Tempo machen, mir alle Zeit der Welt nehmen, zig Mal am Tag "angekleckert" kommen. Tine, Harry, Jürgen, Michael und Kim, ich danke Euch für die Bilder. Und Euch "Onlinern" für's Veröffentlichen.  Danke, Mathias, Ivonne, Catharin, Ulrike und Nicole. Aus ganzem Herzen tausend Dank.

Stadtdschungel BUGA Heilbronn (Foto: SWR)
Karl, das Maskottchen der BUGA, immer mit dabei
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