Plfanzen an der Wand - vertikale Gärten auf der Bundesgartenschau (BUGA) in Heilbronn (1.5.2019) (Foto: SWR, Kim Hartmann)

Kolumne zur BUGA in Heilbronn  "Die Stadt der Zukunft"

SWR-Kolumnistin Ina Beck sucht regelmäßig nach neuen Geschichten auf der Bundesgartenschau (BUGA) Heilbronn. Abseits von brandaktuellen News über die Gartenschau hat sie ihren ganz eigenen Blick auf Blumen und Menschen - diesmal geht es um "Die Stadt der Zukunft".

Sie ist nicht sonderlich hoch, die "Grüne Brücke" unmittelbar am Floßhafen. Ihre Betonpfeiler sind hinter einer Fülle von Pflanzen verborgen: Lavendel, Storchenschnabel, Lilien, fette Hennen, Nelken und viele anderen. Doch für Chefgärtner Rüdiger Eckhardt wächst und wächst diese Brücke in eine gewaltige Dimension – in die der "Stadt der Zukunft":

"So sollten Städte aussehen: grün. Die Häuser von unten bis oben bepflanzt."

Rüdiger Eckhardt, BUGA-Chefgärtner
Dauer

Allein in Deutschland wird täglich eine Fläche von 58 Hektar dicht gemacht, das ist fast das Eineinhalbfache des gesamten Bundesgartenschaugeländes hier in Heilbronn, so Eckhardt: "Hier haben wir knapp 40 Hektar. Und schauen Sie doch einmal, wieviel Natur wir hier haben.  Das wird in Zukunft bei dem Flächenverbrauch nicht mehr funktionieren."

Begrünung des "vertikalen Gartens" in Heibronn auf der BUGA (Foto: SWR, Kim Hartmann)
Es blüht und gedeiht im "vertikalen Garten" in Heibronn auf der BUGA Kim Hartmann

Hängende Gärten damals und heute

Ich muss ihm natürlich innerlich beipflichten und frage mich, ob ihm Kopenhagen vorschwebt? Oder gar Singapur? Dort ist nicht nur "Vertikalbegrünung" (so der Fachausdruck) angesagt, das Erscheinungsbild der Stadt ist geprägt von hängenden Gärten.

Moment! Hängende Gärten? Die gab es doch schon vor mehr als 2.600 Jahren…

Die Hängenden Gärten von Babylon gelten als eines der antiken sieben Weltwunder. Sie sollen 600 Jahre vor Christus von Nebukadnezar II. errichtet worden sein.  Der Grund: Aus Liebe soll der König sie gebaut haben, da seine Frau das Grün aus ihrer Heimat Persien vermisste.

An dem Grund sollten wir festhalten.

Eine Wand voller Pflanzen - der "vertikale Garten" auf der BUGA Heilbronn ist ein Beispiel für Bauen der Zukunft (Foto: SWR, Kim Hartmann)
Eine Wand voller Pflanzen - der "vertikale Garten" auf der BUGA Heilbronn ist ein Beispiel für Bauen der Zukunft Kim Hartmann
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