Ein Junge zeigt seine dreckigen Hände, die er vom Saatbombenbauen bekommen hat (Foto: SWR)

Kinder bauen Saatbomben auf der BUGA Eine matschige Angelegenheit

Kräuter und Gemüse in der Stadt anzubauen ist nicht immer leicht. Oder doch? Kinderleicht sogar. Das haben Kinder und Studierende auf der BUGA bewiesen. Zusammen haben sie "Saatbomben" gebaut.

Eine matschige Angelegenheit war das. Ausnahmslos jede Hand wühlte und knetete im braunen, nassen Teig. Insgesamt 24 Kinderhände waren voller Erde. Was für ein Spaß.

"Das fühlt sich witzig an, irgendwie nach Pampe. Da ist Erde drin, Heilerde und Schnittlauchsamen."

Ben, 6 Jahre alt
Dauer

Studierende planten Dachgarten und Projekt

Endlich dürfen die Kleinen mal ganz offiziell im Dreck wühlen und können die Saatbomben auch mit nach Hause nehmen und sehen, wie daraus etwas wächst, freuen sich Stefanie Moser und Fabian Frauenhofer. Beide studieren BWL-Foodmanagement an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heilbronn. Dabei geht’s um Lebensmittelhandel und Lebensmittelkunde.

Zusammen mit ihren Mitstudierenden haben sie zwei Jahre am Projekt gefeilt und auch einen Garten angelegt – auf dem Dach eines Betonhauses auf der BUGA.

Kinder und Studenten sehen sich den Dachgarten auf der BUGA an (Foto: SWR)
Die Kindergartenkinder erforschen den Dachgarten auf der BUGA

Wo kommt unser Essen her?

Hier sollen die Kinder lernen, erklärt Studentin Paula Feldmann: Woher kommt eigentlich unser Essen? Woraus macht man Pommes? Oder was ist das kleingehackte Grün in der Suppe?

"Wir wollen den Kindern zeigen, wo der Salat herkommt, wie Erdbeeren wachsen oder wie Gewürze aussehen, bevor sie in einer kleinen Plastikschachtel im Supermarkt zu kaufen sind."

Paula Feldmann, Studentin BWL-Foodmanagement

Vermutlich werden jetzt bald jede Menge Schnittlauch, Kresse und Thymian wachsen. Denn die Saatbomben wurden anschließend in Eierkartons mitgenommen - und mit Sicherheit im Garten zuhause oder in der Kita zur Explosion gebracht.

STAND