Kinder angeblich von Fremden angesprochen Polizei Heilbronn warnt vor Panik in sozialen Medien

Wie ein Lauffeuer hat sich in den sozialen Medien die Warnung verbreitet, dass bei Bretzfeld und Pfedelbach (beides Hohenlohekreis) Kinder von Fremden angesprochen worden seien.

Es heißt: Fremde hätten in einem schwarzen Mietwagen in verschiedenen Ortsteilen von Bretzfeld und in Pfedelbach mehrere Kinder angesprochen. Die Kinder sollen sogar zum Mitfahren aufgefordert worden sein.

Das Polizeipräsidium in Heilbronn (Foto: SWR)
Das Das Polizeipräsidium in Heilbronn

Warnung über Whatsapp-Gruppe und Elternbrief

Anlass genug für eine Schule in Wüstenrot (Kreis Heilbronn), über einen Brief die Eltern zu warnen und einen Kindergarten in Bretzfeld-Bitzfeld, der die Eltern über eine Whatsapp-Gruppe benachrichtigte. Darin heißt es:

"Liebe Eltern, am Freitag kam eine Mutter auf uns zu. Es sind Männer unterwegs mit den Kennzeichen von Nürnberg oder auch München. Diese sprechen Kinder an und fordern sie auf, bei ihnen mit zu fahren."

Whatsapp-Nachricht in der Elterngruppe des Kindergartens

Dazu noch die Bitte, das Thema behutsam mit den Kindern zu besprechen und "nicht in Panik" zu geraten.

"Fluch der sozialen Medien"

Das Ganze verbreitete sich wie ein Lauffeuer, von einer Whatsapp-Gruppe zur nächsten. Die Polizei wurde allerdings erst einmal nicht verständigt, so ein Sprecher des Präsidiums Heilbronn. Man meine es gut, wolle keine Panik erzeugen. Man erreiche aber durch solche Aktionen das Gegenteil, löse eben solch eine Panik aus. Zudem verbreitete sich die Nachricht auch über weitere Gruppen in den sozialen Medien hinaus. Das Ganze sei der "Fluch der sozialen Medien", so der Sprecher.

Entwarnung – Ermittlungen laufen weiter

Die Polizei ermittelt, geht Hinweisen nach – und gibt erst einmal Entwarnung: "Uns wurde keine strafbare Handlung bislang bekannt", so der Sprecher. Er geht bei der ganzen Sache davon aus, dass es sich vermutlich um unbegründete Panik handele: "Wir warnen vor Hysterie in den sozialen Medien". Abgeschlossen sind die Ermittlungen aber noch nicht.

Der Schulleiter der Wüstenroter Schule hat bereits angekündigt, eine Info-Mail mit der Entwarnung der Polizei an die Eltern zu schicken. Eltern und Lehrer, so sagt er, sollten dennoch noch einmal mit den Kindern sprechen.

"Wir warnen lieber ein Mal zu viel, als ein Mal zu wenig."

Schulleiter, Wüstenrot

Das sei auch völlig in Ordnung, so lange alles unter Kontrolle bleibe und nicht in Panik ausarte, so der Heilbronner Polizeisprecher.

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