In Heilbronn-Franken fehlen Heim-Plätze Land: Kein grünes Licht für weitere Kurzzeitpflegeplätze

Absage für ein Bad Friedrichshaller Heim von Seiten des Landes: Bei der Zahl der Kurzzeitpflegeplätze in der Region ist somit weiter keine Entspannung in Sicht.

Keine Kurzzeitpflege in Heimen, die die Standards nicht erfüllen (Symbolbild) (Foto: SWR)
Keine Kurzzeitpflege in Heimen, die die Standards nicht erfüllen (Symbolbild)

Allein im Raum Heilbronn fehlen 130 Kurzzeitpflegeplätze. Heißt: Einen zu pflegenden Angehörigen für kurze Zeit unterzubringen, ist schwer. Dabei gibt es Einrichtungen wie die DRK-Seniorenresidenz in Bad Friedrichshall (Kreis Heilbronn), die gerne Kurzzeitpflegeplätze anbieten würde.

Fitmachen mit Reha-Programm

Dafür war eigens mit den SLK-Kliniken ein Modell vereinbart: Krankenhauspatienten kommen in die Residenz und werden mit einem Reha-Programm wieder fit gemacht, so die Idee. Daraus ist nichts geworden. Der Grund: Die Doppelzimmer des DRK-Heims sind nach der aktuellen Landesheimbauverordnung zu klein.

Mindeststandards nach der Landesheimbauverordnung

Auf Anfrage des SWR Studios Heilbronn verwies das Sozialministerium auf Mindeststandards der Landesheimbauverordnung. Demnach werden Kurzzeitpflegeplätze nur in Einzelzimmern oder Doppelzimmern genehmigt, die mindestens 22 Quadratmeter groß sind. Kurzzeitpflegeplätze sollen damit die gleichen Kriterien erfüllen, wie sie auch für Seniorenheime gelten. Die Qualitätsstandards für diese sollten nicht abgesenkt werden, heißt es in der Stellungnahme weiter.

Leitungen von DRK-Heim und SLK-Kliniken üben Kritik

Damit erteilte das Ministerium dem Heim in Bad Friedrichshall erneut eine Absage, dessen Zimmer kleiner sind als 20 Quadratmeter. Die Heimleitung und auch die Geschäftsführung der SLK-Kliniken reagierten mit Unverständnis, da Kurzzeitpflegepatienten dort nur wenige Wochen untergebracht seien.

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