Kassen müssen bald höhere Sicherheitsanforderungen erfüllen Marktleute kritisieren neue Kassenverordnung

Die Schwäbisch Haller Markt-Beschicker kritisieren eine neue Verordnung der Finanzbehörden. Ab dem Jahr 2020 steigen die Sicherheitsanforderungen an Registrierkassen.

Für jeden Verkauf muss ab dem kommenden Jahr auch ein Kassenbon ausgedruckt werden. Zusätzlich müssen die Kassensysteme die Vorgänge speichern und ein Auslesen der Daten am Marktstand erlauben. Diese Vorschrift ist vor drei Jahren mit dem "Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen" beschlossen worden.

Marktstand in Schwäbisch Hall (Foto: SWR, SWR)
Marktverkauf in Schwäbisch Hall SWR

Höhere Kosten und mehr Aufwand für Marktleute

Viele Kassensysteme müssen neu angeschafft werden, um dem neuen Gesetz gerecht zu werden. Das kostet schnell mehrere tausend Euro pro Kasse. Zudem sei es nicht realistisch auf dem Markt exakte Preise zu haben, es werde viel gerundet, so ein Markt-Beschicker in Schwäbisch Hall. Der Unmut über das neue Gesetz ist groß.

"Man fängt immer bei den kleinen an, die striezt man bis man nicht mehr kann, irgendwann sagen wir: kein Bock mehr!"

Marktbeschicker in Schwäbisch Hall
Marktstand in Schwäbisch Hall (Foto: SWR, SWR)
Marktverkauf in Schwäbisch Hall SWR

Gesetz soll Sicherheit erhöhen

Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, soll das Gesetz vor nachträglichen Manipulationen schützen. Es sei ohne einen entsprechenden Schutz nachträglich nur sehr schwer feststellbar, ob etwas verändert wurde. Ab 2020 müssen Kassen eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung haben, die bei vielen Kassensystemen noch nicht vorhanden sei und häufig eine Neuanschaffung erfordere.

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