Justizministerium sagt Rauschgiftschmuggel den Kampf an Drogenspürhund für Heilbronner Gefängnis

Die Suche nach Betäubungsmitteln im Vollzug ist eine Daueraufgabe, heißt es von Seiten des baden-württembergischen Justizministeriums. Jetzt will man mit Spürteams dem Drogenschmuggel den Kampf ansagen, auch in Heilbronn.

Dauer

Die Heilbronner Justizvollzugsanstalt ist eine von insgesamt vier in Baden-Württemberg, die ab April kommenden Jahres ein Drogenspürteam erhält. Auch in Bruchsal (Kreis Karlsruhe), Ravensburg und Freiburg sollen bald solche Teams, bestehend aus einem Hundeführer und einem Drogenspürhund, zum Einsatz kommen. Bei Bedarf können aber auch andere Gefängnisse die Tiere ausleihen, sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Justizministeriums dem SWR Studio Heilbronn. Noch sind die Tiere aber in der Ausbildung.

"Unsere Hunde werden dank ihres herausragenden Geruchssinns in der Lage sein, Drogen in Verstecken und selbst an Personen zuverlässig zu entdecken."

Justizminister Guido Wolf (CDU)

Schon im Einsatz

Auch bislang wurden schon Rauschgiftspürhunde in Gefängnissen im Land eingesetzt, heißt es. Allerdings mussten diese beim Zoll oder bei der Polizei angefordert und dort ausgeliehen werden. Im Jahr 2018 wurden in Gefängnissen in Baden-Württemberg durch Drogenspürhunde rund ein Kilogramm Betäubungsmittel sichergestellt, beispielsweise Haschisch, Marihuana und Kokain.

Wird ein Spürhund über einen Zeitraum von acht Jahren eingesetzt, kostet er laut Ministeriumssprecher inklusive Futter und Ausbildung rund 50.000 Euro.

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