Demo-Teilnehmer in Kirchheim (Foto: SWR)

Achter Jahrestag der Fukushima-Katastrophe Rund 350 Atomkraftgegner bei Demonstration

Zum achten Jahrestag der Atomkatastrophe in Fukushima haben am Sonntagnachmittag rund 350 Atomkraftgegner in Kirchheim am Neckar (Kreis Ludwigsburg) demonstriert.

"Energiewende jetzt statt Atom und Kohle" forderten die Teilnehmer auf Transparenten. Der Atomausstieg in Deutschland müsse sofort erfolgen, nicht erst 2023. Der Politik warf das Bündnis "Fukushima Neckarwestheim" vor, die dezentrale Energiewende mit neuen Vorschriften auszubremsen. Es dürfe aber keine Vorfahrt mehr für Atom und Kohle geben.

Plakat Fukushima-Demo (Foto: SWR)
Das Logo der diesjährigen Fukushima-Demo

Neuer Streckenverlauf wegen Unwetterwarnung

Eigentlich wollten die gut 350 Teilnehmer vom Kirchheimer Bahnhof aus nach Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) zum Atomkraftwerk ziehen. Aufgrund einer Unwetterwarnung war dieser Streckenverlauf aber nicht möglich, deshalb zogen die Atomkraftgegner durch Kirchheim.

Scharfe Kritik an Japan

Ein Sprecher der internationalen Organisation "Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges" warf Japan vor, die gesundheitlichen Folgen von Fukushima bis heute zu verharmlosen und zu leugnen. Zahlreichen Kindern drohe aber das gleiche Schicksal wie in Tschernobyl. Laut Polizei lief die Demonstration ohne Zwischenfälle ab.

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