Gudrun Hotz-Friese, Prof. Dr. Dr. h c. Angelika Nußberger M.A., Prof. Dr. Dres h. c. Andreas Voßkuhle, Harald Friese, Oberbürgermeister Harry Mergel (Foto: Pressestelle, Stadt Heilbronn)

Höchstdotierte deutsche Politikauszeichnung Voßkuhle erhält Heilbronner Otto-Kirchheimer-Preis

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, hat am Mittwochabend in Heilbronn den Otto-Kirchheimer-Preis erhalten. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro verbunden.

Mit dieser Summe von 10.000 Euro handelt es sich um den höchstdotierten Politikpreis in Deutschland. Voßkuhle will das Preisgeld spenden, kündigte er schon vor der Verleihung an. Sonst, so sagte er, lehne er Auszeichnungen ab. Diesmal habe er sich anders entschieden, weil sich der Politikwissenschaftler Otto Kirchheimer mit dem Wert der Demokratie auseinandergesetzt hat.

"Wir müssen heute daran arbeiten, dass die Bundesrepublik nicht auf die schiefe Bahn gerät."

Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts

Voßkuhle: "Demokratische Grundordnung hat an Glanz verloren"

Andreas Voßkuhle will nach eigener Aussage auch dazu beitragen, die Demokratie wieder mehr in den Blickpunkt zu rücken. Er habe den Eindruck, dass die freiheitlich demokratische Grundordnung an Glanz verloren habe und das irritiere ihn, so der Präsident des Bundesverfassungsgerichts weiter.

Andreas Voßkuhle sitzt an einem Tisch und schreibt in ein Buch, OB Harry Mergel sieht ihm dabei zu (Foto: SWR, Jens Nising)
Andreas Voßkuhle trug sich ins Goldene Buch der Stadt Heilbronn ein, OB Harry Mergel blickt ihm über die Schulter Jens Nising

Preis wird alle zwei Jahre verliehen

Der Otto-Kirchheimer-Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Stifter sind der frühere Heilbronner Bundestagsabgeordnete Harald Friese und seine Frau Gudrun Hotz-Friese.

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