Böllerverbot (Foto: SWR)

Stadt prüft Feuerwerksverbot Schon Silvester 2019 in Heilbronn ohne Böller?

Die Stadt Heilbronn prüft derzeit ein Verbot von Feuerwerk in der Innenstadt. Es könnte schon zum kommenden Jahreswechsel so weit sein.

Oststraße, Weststraße, Mannheimer und Weinsberger Straße sowie Südstraße umgeben die Innenstadt von Heilbronn. Innerhalb dieser Umgrenzung könnte das Böllern an Silvester schon Ende Dezember 2019 tabu sein. Mit der Überlegung reagiert die Stadt auf eine Forderung der Deutschen Umwelthilfe. In 31 deutschen Städten soll die  Silvesterböllerei ein Ende haben - eben auch in Heilbronn.

Stadt nimmt das Thema Luftreinhaltung ernst

Dabei gehe es um die Gesundheit der Menschen, so eine Sprecherin der Stadt, nicht, den Anwohnern den Spaß am Feiern zu vermiesen. Wenn eine Stadt das Thema Luftreinhaltung ernst nehme, dann müsse man auch über das Verbot nachdenken. Das Thema Feinstaub sei eben auch in Heilbronn ein Problem.

Rechtliche Prüfung steht aus

In anderen Städten winkt man derzeit noch ab. Das Verbot zu kontrollieren, sei sehr personalintensiv, heißt es beispielsweise aus Limburg an der Lahn. Ein Verbot aus Umweltschutzgründen sei rechtlich gar nicht möglich, lautet die Reaktion aus Stuttgart. In Heilbronn ist man sich da nicht so sicher.

"Ob das rechtlich möglich ist, wird vom Ordnungsamt geprüft. Wir bitten noch um ein wenig Geduld, bis wir das Ergebnis bekannt geben können."

Claudia Küpper, Sprecherin Stadt Heilbronn
Rathaus Heilbronn (Foto: SWR, Nicole Heidrich)
Auch rund um das Rathaus Heilbronn wäre ein Feuerwerk tabu (Archivbild) Nicole Heidrich

Im Herbst soll es soweit sein. Auch ein Verbot würde übrigens nicht bedeuten, dass grundsätzlich nicht geböllert werden darf, betont Claudia Küpper von der Stadt Heilbronn. Denn eine Reglementierung würde nur für die Innenstadt gelten. Außerhalb, wo die Luft nicht so belastet ist, könnten dann die Innenstadtbewohner hinpilgern und es so richtig krachen lassen, lautet die Idee.

Gleichzeitig prüft die Stadt Heilbronn, ob außerhalb der Verbotszone eine öffentliche Ersatzfläche zur Verfügung gestellt werden könnte.

Gesundheitlich angeschlagene Menschen schützen

Denn auch die die Umwelthilfe ist nicht generell gegen das Feiern des Jahreswechsels. Vor allem Menschen mit gesundheitlichen Problemen und Kinder aber leiden unter den hohen Belastungen in den Innenstädten, heißt es. Die Bewohner müssten besser geschützt werden - zur Not auch mit einem Böllerverbot.

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