Im Gerichtssaal am Landgericht Heilbronn zum Prozessauftakt Brandstifter am 15.11.2019 Angeklagter und Verteidigerinnen (Foto: SWR)

Prozessauftakt vor dem Heilbronner Landgericht Mutmaßlicher Brandstifter von Kirchardt kann sich nicht erinnern

Vor dem Heilbronner Landgericht hat am Freitag der Prozess gegen einen mutmaßlichen Brandstifter begonnen. Der Angeklagte soll in Kirchardt (Kreis Heilbronn) in einer Nacht im Mai gleich vier Feuer gelegt haben. 

Der 38-jährige Angeklagte, kann sich an die Taten nicht mehr erinnern, das sagte er am Freitag vor Gericht aus. Wie er vor Gericht erklärte, sei er in der Nacht im Mai stark betrunken gewesen. Laut Anklage soll er innerhalb von acht Stunden vier Feuer gelegt haben. Unter anderem brannten ein Schuppen und drei Autos aus. Zwei der zerstörten Wagen gehörten offenbar dem Unternehmen, für das er wohl kurzzeitig gearbeitet hatte. Bei den Bränden war ein Schaden von über einer halben Million Euro entstanden. Zwei Menschen waren durch die Rauchentwicklung leicht verletzt worden.

Dauer

Vor Gericht gab der Angeklagte an, er könne sich wegen seines Alkoholkonsums nicht an die Nacht erinnern. Er sei erst wenige Tage vor der Tatnacht von Polen nach Deutschland gekommen, um zu arbeiten. Die Polizei hatte den Mann kurz nach der Tatnacht fest. Laut Polizei hatte er angesenkte Augenbrauen.

23 Zeugen sollen gehört werden

Die Anklage lautet unter anderem auf versuchten Mord, da es ihm egal gewesen sei, ob in den angrenzenden Wohnhäusern Menschen sterben könnten, so die Staatsanwaltschaft. Insgesamt sind 23 Zeugen und zwei Sachverständige geladen.

STAND