Nilgänsen in Heilbronn geht es nicht an den Kragen BUGA will beringen statt abschießen

Die Bundesgartenschau Heilbronn (BUGA) verzichtet auf den Abschuss von Nilgänsen. Das Vorhaben war in die Kritik geraten.

Mehrer Nilgänse auf einer Wiese (Foto: picture-alliance / dpa, Franziska Kraufmann)
Die Nilgans ist erstmal aus der Schusslinie (Symbolbild) Franziska Kraufmann

Die Bundesgartenschaugesellschaft in Heilbronn will die Nilgänse auf ihrem Gelände lieber beringen lassen statt sie abzuschießen. Sie verzichte auf die Jagdgenehmigung und unterstütze ein Artenschutzprojekt, teilte die Gesellschaft mit.

Stören, vertreiben, kontrollieren

Neben der Beringung sind auch weitere Maßnahmen angedacht, wie die Tiere durch Geräusche zu stören und zu vertreiben oder das Brutgelege zu kontrollieren. All dies aber erst, wenn sich die Situation weiter verschärfe. Denn zurzeit seien kaum Nilgänse auf dem Gelände.

In den vergangenen Tagen hatten unter anderem Umweltverbände dagegen protestiert, dass die Tiere abgeschossen werden sollen. Bereits seit dem Jahr 2007 beobachtet die ornithologische Arbeitsgemeinschaft Heilbronn (OAG HN) die Nilgänse und ihr Brutverhalten, um mehr über die Tiere zu erfahren.

Zwei Tage durchs Gelände gewatschelt

Eine interessante Entdeckung war demnach zum Beispiel ein Brutnest bei Heilbronn, dass anderthalb Kilometer entfernt vom Gewässer lag. Die Jungtiere seien zwei Tage lang durch unübersichtliches Gelände dorthin gewandert.

Die Nilgans habe sich inzwischen eingebürgert und deshalb ein Lebensrecht wie andere Tierarten auch, heißt es.

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